









                          --------------------------------
                          Cross \\//     Version 3.9 Alpha
                                //\\ Point
                            universelle Pointsoftware  
                          --------------------------------






                                     UUCP-Modul


                            Versuch einer Dokumentation














                            (c) 1993-99 Peter Mandrella

                            (c) 2000-2003 OpenXP Projekt Team

        $Id: uucp.dq,v 1.14 2003/09/21 21:05:17 mk Exp $

        Inhalt
        ====================================================================


        I    Grundlagen

             1.1   Usenet, Internet und Sub-Netze
             1.2   News, Mails und Mailinglisten
             1.3   UUCP - das bertragungsprotokoll
             1.4   Wie werde ich Usenet-Teilnehmer?


        II   Installation und Bedienung

             2.1   Installation und Konfiguration
             2.2   Netzanruf
             2.3   Bestellen und Verwalten von Newsgroups
             2.4   "Sysop-Mode" (Disk-Poll)


        III  Arbeiten mit UUCP

             3.1   Envelope-Adressierung
             3.2   Cancel- und Supersede-Nachrichten
             3.3   Teilnahme an Mailinglisten
             3.4   Dateitransfer mit UUCP
             3.5   Dateitransfer per Mail


        IV   Technische Dokumentation

             4.1   RFC-Daten, Packer und der Nachrichten-Konvertierer uuz
             4.2   Der XP-uucico
             4.3   Dateilisten-Konvertierprogramme
             4.4   Definition eigener RFC-Headerzeilen


        Anhang

             A.    Dateien im CrossPoint-UUCP-Modul
             B.    Glosssar
             C.    CrossPoint/UUCP - Versionsgeschichte


        I   Grundlagen
        ====================================================================


        Vorwort

        Im   Oktober  '92,  genau  ein  Jahr  nach  Beginn  der  CrossPoint-
        Entwicklung,  habe  ich  mit der Arbeit  an  etwas begonnen,  dessen
        Umfang damals kaum
        abzuschtzen war: Dem Ausbau einer Z-Netz/Fido/MausNet-Pointsoftware
        zu einem vollstndigen UUCP-Paket. Das Ziel war, ein
        anwenderfreundliches UUCP-Komplettsystem herzustellen, das sich
        genauso leicht installieren, bedienen und warten lt wie z.B. ein
        Fido-Pointprogramm.

        Das erste Ergebnis dieser Arbeit befindet sich nun auf Ihrer
        Festplatte. Wie jedes erste Ergebnis, so stellt auch dieses sicher
        noch  nicht der Weisheit  letzten  Schlu  dar.  So  beinhaltet  das
        Programm z.B.  noch keine Verwaltung von  Threads, wie  man sie  von
        verschiedenen Newsreadern gewohnt ist. Insgesamt  bietet  CrossPoint
        aber schon jetzt einen Komfort und Leistungsumfang, der herkmmliche
        UUCP-Systeme bei
        weitem bertrifft.



        Haben Sie bereits mit einer anderen UUCP-Software gearbeitet und
        mchten nun auf CrossPoint umsteigen?

        Dann sollten Sie zunchst einmal das CrossPoint-Handbuch lesen, oder
        zumindest die ersten Kapitel kurz berfliegen, um sich mit dem
        Grundkonzept  von CrossPoint  vertraut zu machen; es weicht deutlich
        von dem anderer Newsreader/MUA ab. Die Terminologie in den einzelnen
        Netzen ist sehr unterschiedlich, und um eine grtmgliche
        Konsistenz   zu  erreichen,   verwendet  CrossPoint   innerhalb  des
        Programms  weitgehend  einheitliche  Begriffe,  z.B.  "Point"  statt
        "leaf-site",
        "Brett"  statt   "Newsgroup"  und  "PM"  statt  "Mail".  Bei   allen
        Verfechtern   einer  klaren  Usenet-Terminologie  mchte   ich  mich
        schonmal im voraus
        dafr entschuldigen. Innerhalb von uucp.txt habe ich mich bemht,
        die "korrekten" Bezeichnungen zu verwenden.

        Im brigen knnen Sie gleich bei Abschnitt II dieses Textes
        fortfahren; Teil I wendet sich ausschlielich an Usenet-Einsteiger.



        Sind Sie Neueinsteiger im Usenet?

        Dann sollten Sie nichts berstrzen. Das Usenet erhebt den
        Anspruch,  professioneller zu  sein als Hobby-Mailboxnetze wie  Fido
        oder Z-Netz, und manchmal ist es  das sogar. Lesen Sie den folgenden
        Text
        genau, und machen Sie sich vor allem mit den technischen Details
        vertraut. Wenn Sie in einer Usenet-Gruppe eine technische Frage
        stellen, mssen Sie damit rechnen, mit einem Schwall technischer
        Begriffe und Sachverhalte berschttet zu werden. Dem sollten Sie
        gewachsen sein.



        Bevor wir zum Schlu dieses Vorwortes kommen, mchte ich mich noch
        bei Martin Jahner <marty@ruessel.sub.org> bedanken, dessen Rechner
        unzhlige, hinterhltige Angriffe durch meinen uucico absturzfrei
        berstanden hat, bei Hajo Zierke <hajo@quijote.in-berlin.de>, der
        sich trotz aller Bugs nicht davon abhalten lie, das Programm ein
        halbes Jahr lang betazutesten, und bei Lutz Petersen <lp@shlink.de>,
        der mir eine Menge Nachhilfe in Sachen RFC-Netze erteilt und an Teil
        I dieses Textes mitgewirkt  hat.  Mein ganz besonderer Dank geht  an
        Ian
        Lance Taylor <ian@airs.com>, ohne dessen hervorragende Dokumentation
        des UUCP-Protokolls dieses Programm nicht mglich gewesen wre.


        Peter Mandrella
        Juli 1993


        1.1  Usenet, Internet und Sub-Netze
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Die verblffendste Eigenschaft der meisten UUCP-anwendenden Personen
        und derer, die es werden mchten, ist, da sie gar nicht wissen, an
        welchem Netz sie da eigentlich teilnehmen (wollen). Grund der
        Verwirrungen ist, da wir es hier nicht mit einem homogenen Netz wie
        z.B. dem FidoNet oder MausNet zu tun haben, dessen Systeme alle in
        einer zentralen Liste erfat sind. Niemand wei genau, wieviele
        Teilnehmer das Netz hat - die Schtzungen bewegen sich zwischen
        hunderttausend und einigen Millionen  -  und niemand kann sagen, wer
        nun mit welcher Technik daran teilnimmt.

        Glcklicherweise gibt es bestimmte technische Standards, die in
        diesem Netzbereich weit verbreitet sind, und anhand dieser Standards
        lt sich eine grobe Einordnung treffen.


        - RFCs: Die technische Grundlage

        Allen Netzen, mit denen wir uns im folgenden beschftigen werden,
        ist eines gemeinsam: Sie begrnden sich auf einer Reihe von
        technischen Standards, die witzigerweise in der
        Internet-Dokumenten-Reihe "Request for Comments" (Aufforderung zu
        Kommentaren) enthalten sind; man spricht daher von "RFC-basierten
        Netzen". Die verschiedenen RFC-Texte sind bzw. werden fortlaufend
        durchnumeriert und in den Netzen verffentlicht. Falls Sie sich
        nher fr diese Dokumente interessieren, so finden Sie in
        Abschnitt IV dieses Textes eine bersicht derjenigen, die fr
        CrossPoint relevant sind.

        Eine Ausnahme bildet das UUCP-Protokoll, auf das wir noch nher zu
        sprechen kommen werden. Es ist nicht in den RFCs beschrieben.


        - Was ist Usenet?

        "Ein loser Zusammenschlu von allen, die meinen, da sie
        dazugehren". Dies ist eine sehr treffende Definition, aber sie ist
        wenig hilfreich. Besser lt sich das Usenet als die Menge aller
        Rechner - genannt "sites" - beschreiben, die untereinander
        ffentliche Nachrichten - genannt "news" - austauschen. Nach dieser
        allgemeinen Definition sind z.B. auch Mailboxen im Z-Netz Teilnehmer
        im  Usenet;  in  etwas  spezielleren  Definitionen wird  das  Usenet
        dagegen auf  den RFC-Bereich  eingeschrnkt.  Der entsprechende RFC-
        Standard
        trgt die Nummer 1036; somit ist das Usenet also die Menge aller
        Rechner, die ffentliche Nachrichten im RFC-1036-Format austauschen.

        Um es noch einmal zu verdeutlichen: Das Usenet ist *kein*
        geschlossenes,   physikalisches    Netz,   genausowenig   wie   "die
        Autofahrer" eine geschlossene Bevlkerungsgruppe sind.

        Da Sie mit CrossPoint ffentliche Nachrichten austauschen werden,
        dazu noch im RFC-Format, nehmen Sie mit CrossPoint am Usenet teil.


        - Was ist Internet?

        Das Internet ist ein weltweiter Zusammenschlu von ziemlich vielen
        Rechnern - meist unixartiger Natur -, die ber das in den RFCs
        definierte Internet Protocol (IP) Daten untereinander austauschen.
        Zwischen den einzelnen Systemen bestehen permanente Verbindungen
        ber Standleitungen, oft auch ber besondere
        Hochgeschwindigkeitsleitungen,  soda   dieses   Netz  ausgesprochen
        schnell ist; Nachrichtenlaufzeiten  von wenigen  Sekunden sind keine
        Seltenheit. Mittels IP  lt sich von  jedem zu  jedem beliebiebigen
        anderen
        Internet-Rechner  eine  direkte  Verbindung  herstellen.  Jeder  der
        Rechner hat eine weltweit eindeutige Internet-Adresse.

        Die Aufgabe des Internet besteht darin, die Infrastruktur fr
        bestimmte Dienste zur Verfgung zu stellen. Wichtige Dienste sind
        z.B. das Bereitstellen von Informationen (WWW = World Wide Web), der
        Austausch von ffentlichen Nachrichten (News) und privaten
        Nachrichten (Mail), die bertragung von Dateien (FTP = File Transfer
        Protocol) und  das  Herstellen von  Online-Terminal-Verbindungen  zu
        einem  Internet-Rechner  (Remote  Login).  Technische Grundlage  fr
        diese
        Dienste bilden wiederum entsprechende RFC-Standards.




        1.2  News, Mails und Mailinglisten
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Whrend innerhalb von CrossPoint der Unterschied zwischen einer
        ffentlichen und einer privaten Nachricht nur im Drcken einer
        anderen Taste besteht, wird in RFC-Netzen streng zwischen Mail (=
        privaten Nachrichten) und News (= ffentlichen Nachrichten)
        unterschieden. Traditionell werden sogar zum Versenden von Mail und
        News   unterschiedliche  Programme  verwendet.  Als  CrossPoint-User
        merken Sie diesen Unterschied z.B. daran, da bestimmte Features nur
        bei  News  oder  nur  bei Mails (z.B.  Envelope-Adressen;  mehr dazu
        spter)
        untersttzt werden.


        - Mails (PMs)

        Das Wichtigste an einer Mail ist die Adresse des Empfngers.


        - Domainadressierung (Internet-Adressierung)

        Dies ist die Standardform der Adressierung. Sie ist einerseits
        leistungsfhig genug, um die ungeheure Anzahl von Teilnehmern in
        RFC-basierten  Netzen  in den  Griff  zu bekommen, andererseits aber
        sehr einfach zu handhaben.

        Eine  "domainisierte"   Adresse   hat   immer  folgende   Form  (die
        Leerzeichen gehren nicht dazu und dienen nur der bersichtlicheren
        Darstellung) ...

                User @ Rechner . Domain

 |      und  wird  immer von rechts nach links interpretiert.  Schicken  Sie
 |      z.B.  eine  Mail an "ghostwriter@mail.example.org", dann  luft  sie
 |      folgenden Weg:
 |
 |      Domain ist ".example.org"
 |
 |      ->  Die Mail geht an den zentralen Rechner fr die Domain
 |      "example.org". Dieser wiederum kennt alle Rechner, die an
 |      "example.org" teilnehmen und schickt die Mail weiter an den
 |      Zielrechner:
 |
 |      Rechner ist "mail.example.org"

        -> Nun    wird   der   linke   Teil   der   Adresse   als   Username
            interpretiert,   d.h.   die   Mail   landet  im   Postfach   von
            "ghostwriter".


        Weitere Beispiele fr Topleveldomains sind:
                
            .fr     Frankreich                    \
            .dk     Dnemark                       | Lnderkennungen
            .fi     Finnland                      /
                
        .com    kommerzielle  Angebote            \   Dabei ist zu beachten,
        dass     .net    netzbezogene Angebote          | die ursprnglichen
        Bedeutungen       .org      (Non  Profit) Organisationen     | heute
        weitestgehend verloren      .int     transnationale Organisationen /
        gegangen sind.

            .edu    US-Bildungseinrichtungen      \  vor allem in Nord-
            .gov    US-Regierungseinrichtungen     | Amerika verbreite
            .mil    US-Millitr                   /  TopLevel-Domains


        Es gibt noch zwei abgewandelte Formen der Domainadressierung, bei
        denen die Adresse um den Realname (also Ihren Namen) erweitert wird:

 |              "Ulrich Stamm" <ghostwriter@mail.example.org>
 |              ghostwriter@mail.example.org (Ulrich Stamm)
 |
 |      Innerhalb von CrossPoint werden Sie diese Form der Adressierung aber
 |      nie verwenden, da XP immer Adresse und Realname trennt (einzige
 |      Ausnahme: Die Eingabe einer Vertreteradresse mit Realname bei
 |      /Edit/Boxen/Edit/RFC|UUCP). Es knnte aber passieren, da jemand
 |      seine Adresse in dieser Form angibt. Um ihn oder sie mit XP
 |      anzuschreiben, mssen Sie den Realname und die Klammern weglassen.
 |      Die Gro/Kleinschreibung des Domainteils der Adressen ist brigens
 |      beliebig; ghostwriter@MAIL.example.org wre also ebenfalls
 |      mglich. Oft darf auch der Username beliebig geschrieben werden -
 |      verlassen sollten Sie sich darauf aber nicht.


        - MIME

        Ursprnglich konnten RFC-Nachrichten nur aus reinen ASCII-Zeichen
        bestehen, d.h. es konnten keine nationalen Sonderzeichen und keine
        Binrdaten bertragen werden. Seit 1992 gibt es einen Standard
        namens MIME, der dieses Manko behebt, und der von CrossPoint
        weitgehend untersttzt wird.

        - News

        ffentliche Nachrichten im Usenet, genannt Artikel, werden - wie in
        allen anderen Netzen auch - in verschiedenen Brettern verteilt,
        genannt Newsgroups,  Gruppen oder Foren. Die  Anzahl der  Newsgroups
        ist schwer abzuschtzen, da sie tglich schwankt, und nirgendwo
        wirklich alle Newsgroups verfgbar sind; sie drfte z.Zt. weit
        mehr  als 50.000 betragen.   Rund 10.000 bis 20.000 Gruppen sind auf
        gut sortierten Servern vorhanden.

        Die Gruppennamen sind hierarchisch angeordnet, und die einzelnen
        Ebenen werden durch Punkte getrennt. So steht z.B.

           comp.dcom.modems

        fr die Gruppe MODEMS im Bereich DF (Data COMmunications) in der
        Hierarchie COMPuter.  Beachten  Sie,  da  innerhalb von  CrossPoint
        keine Punkte,  sondern  grundstzlich  Slashes  (/) zum Trennen  der
        einzelnen
        Brettebenen verwendet  werden! Innerhalb  von XP sieht  diese Gruppe
        also so aus:

           /comp/dcom/modems

        (Ausnahmen besttigen die Regel: Bei /Config/Anzeige/Bretter
        knnen Sie die Anzeige fr die Brettliste - und *nur* dafr -
        auf "Punktschreibweise" umstellen).


        Eine Besonderheit von Usenet-News, die inzwischen auch im Z-Netz
        bernommen wurde, sind die sogenannten Crosspostings. Dies sind
        Nachrichten, die  physikalisch nur  einmal vorhanden sind, sich aber
        in mehreren Gruppen befinden, d.h. die mehrere Empfnger haben. Auf
        diese Weise knnen Artikel, die thematisch in mehrere Gruppen
        gehren, in jede passende Gruppe geschickt werden, ohne da sie
        mehrfach gesendet werden mten. Nheres dazu finden Sie in Kap.
        4.6. des CrossPoint-Handbuchs.


        - moderierte Newsgroups

        Beim Stichwort "Moderator" fllt Ihnen vielleicht das FidoNet ein,
        wo in jedem Brett ein Moderator lauert, der Sie auf alle etwaigen
        Regelverste hinweisen wird. Mit dem Moderatorsystem im Usenet hat
        es jedoch eine vllig andere Bewandtnis: In moderierte Newsgroups
        drfen Sie nicht direkt schreiben. Stattdessen mssen Sie jede
        Nachricht an  einen  Moderator senden, der  entscheided, ob  sie zum
        Thema  der  Gruppe  pat  - wenn ja, dann wird  er/sie die Nachricht
        dorthin
        weiterleiten.

        Das automatische Umleiten Ihrer Nachrichten an einen Moderator kann
        CrossPoint fr Sie bernehmen; Sie mssen dazu nur die Adresse
        des Moderators als Brettvertreter eintragen. Nheres dazu finden Sie
        in Kap. 4.5. des CrossPoint-Handbuchs.


        - Mailinglisten

        Das Einrichten von Newsgroups ist mit einem gewissen Aufwand und
        Kosten fr die an der bertragung beteiligten Systeme verbunden.
        Mailinglisten sind eine einfache Alternative zu Newsgroups, die es
        jedem ermglicht, eine Konferenz zu einem bestimmten Thema zu
        erffnen, ohne eine neue Newsgroup einrichten zu mssen.

        Technisch gesehen ist eine Mailingliste nichts anderes als ein
        irgendwo        installierter,        automatisch        arbeitender
        Nachrichtenverteiler; in der  Praxis  ist sie eine ber den  Mailweg
        arbeitende Newsgroup.
        Schicken Sie eine Nachricht an die Mailingliste, so wird sie
        automatisch an alle Listenteilnehmer weitergeleitet. Um an einer
        Mailingliste teilzunehmen, mssen Sie eine Anmeldenachricht an den
        Listenverwalter (das ist meist kein Mensch, sondern ein automatisch
        arbeitendes Programm (ein "Daemon") senden. Gleiches gilt fr das
        Abmelden von der Liste.




        1.3  UUCP - das bertragungsprotokoll
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        - UUCP? Kann man das essen?

        Nein, ganz sicher nicht. UUCP steht fr Unix to Unix CoPy - ein
        ursprnglich fr UNIX entwickeltes Programmpaket, das nichts
        weiter macht, als Dateien zwischen zwei Rechnern auszutauschen und
        ggf. eine Weiterverarbeitung dieser Dateien zu veranlassen. Die
        Beschrnkung auf UNIX ist lngst aufgehoben, aber der Zweck ist
        der  gleiche   geblieben:  UUCP   ist   ein  Standardverfahren   zum
        Austauschen  von Nachrichtenpaketen zwischen RFC-Netz-Systemen  (fr
        Fido-User: es
        entspricht in seiner Funktion in etwa einem Fido-Mailer).


        Der Nachrichtenaustausch zwischen zwei UUCP-Systemen luft in drei
        Schritten ab:

        Zunchst meldet sich das anrufende System beim angerufenen an, indem
        es seinen Systemnamen und ggf sein Pawort sendet (Login). Diese
        Anmeldung ist *nicht* Teil der UUCP-Spezifikation und kann bei jedem
        System wieder  ein wenig anders  aussehen. Bei den meisten  Systemen
        wird CrossPoint sich automatisch anmelden knnen, aber bei einigen
        Systemen wird es ntig sein, ein speziell angepates Anmeldescript
        zu schreiben; mehr dazu spter.

        Nach  der Anmeldung wird  das sogenannte  uucico-Programm  gestartet
        (bei XP:  UUCICO.EXE),  das  die weitere  bertragung  vornimmt. Das
        anrufende
        und das angerufende System einigen sich nun auf eines der folgenden
        UUCP-bertragungsprotokolle, das anschlieend gestartet wird und
        fr den eigentlichen Dateiaustausch sorgt:

        UUCP-g: Dies   ist   das   meistverwendete   Protokoll;   es    wird
                praktisch von  jedem UUCP-System untersttzt.  Die  Qualitt
                der einzelnen  Implementationen  ist  sehr  unterschiedlich.
                Schlechte uucicos
        bertragen die Daten in sehr kleinen Blcken von z.B. 64 Bytes;
        dies ist in etwa mit dem XModem-Protokoll vergleichbar. Gute
        Implementationen verarbeiten auch groe Blcke von z.B. 1024 Bytes
        und erreichen damit Geschwindigkeiten, die ungefhr denen von Zmodem
        entsprechen.

                CrossPoint untersttzt alle mglichen
        UUCP-g-Blockgren von 32 bis zum einem Maximum von 4096 Bytes. Es
        kommt darberhinaus mit beliebig wechselnden Blockgren whrend
        einer  Verbindung  zurecht,  soda   es   mit  jeder  nur  denkbaren
        Gegenstelle zusammenarbeiten sollte.

        UUCP-f: Dies   ist   ein    sehr   simples   Protokoll,   das   beim
                bertragen   ungepackter   ASCII-Daten   etwas   effizienter
                arbeitet als UUCP-g. Ansonsten ist es nicht empfehlenswert.

        UUCP-z: Es gibt zwei verschiedene Protokolle mit dieser
        Bezeichnung. Bei dem von XP untersttzen UUCP-z handelt es sich um
        eine in Deutschland bliche Variante von UUCP-f, die i.d.R. ein
        wenig effizienter arbeiten drfte als UUCP-g. Auf ungesicherten
        Modemverbindungen (also ohne V42) ist es aber nicht empfehlenswert.

        UUCP-e: Ein    extrem    simples     Protokoll     mit     optimalem
                Datendurchsatz, aber  ohne jede Fehlerkorrektur. Es darf nur
                dann   verwendet   werden,   wenn   Datenverluste   bei  der
                bertragung oder an der seriellen
        Schnittstelle absolut ausgeschlossen sind.

        UUCP-i: Ein  bidirektionales  Protokoll,  das  die  Daten  in  beide
                Richtungen gleichzeitig bertrgt; nicht verwendbar bei HST-
                oder PEP-Modems. Wird von CrossPoint nicht untersttzt.


        Vielleicht  sind Sie  jetzt aufgrund  der vielen technischen Details
        ein wenig verwirrt und wissen nicht, welches Protokoll Sie verwenden
        sollen. Empfehlung: Nehmen Sie zuerst einmal UUCP-g. Das ist recht
        fehlersicher und sollte berall funktionieren. Spter, wenn Sie
        mit der Materie besser vertraut sind, knnen Sie jederzeit auf ein
        anderes Protokoll umsteigen.

        Nhere technische Details zu UUCP finden Sie in Kapitel 4.2.




        1.4  Wie werde ich Usenet-Teilnehmer?
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Sie mssen ein UUCP-System finden, bei dem Sie "pollen" knnen,
        d.h. ber das Sie Ihre Nachrichten verschicken und empfangen. Dies
        kann sich deutlich schwieriger gestalten als die Suche nach einer
        Z-Netz- oder Fido-Mailbox - ffentlich zugngliche UUCP-Sites sind
        selten. Wenn Sie nicht gerade in einem Ballungsgebiet wohnen, werden
        Sie meist in die Regional- oder Fernzone ausweichen mssen.

        Eine andere Mglichkeit am Usenet teilzunehmen, ist der Bezug von
        Nachrichten ber NNTP (Network News Transfer Protokoll).  Fr
        diese brauchen Sie zur Zeit noch externe Programme.


 |      - Postmeister
 |
 |      Von anderen Netzen kennen Sie mglicherweise den Username SYSOP als
 |      Synonym fr den Systembetreiber. In RFC-basierten Netzen ist dieser
 |      Name uerst unblich; stattdessen erreichen Sie Ihren
 |      Ansprechpartner unter einer der Namen "info" (d.h. z.B.
 |      info@example.net), "postmaster" (fr Mail) oder "news", "usenet"
 |      oder "newsmaster" (fr News).


        - Wie sollte ich mich im Usenet verhalten?

        Neuuser sollten Sie erst einmal Erfahrungen  sammeln.  Studieren Sie
        das Verhalten anderer Usenet-Teilnehmer und lernen Sie daraus. Lesen
        Sie
        die Artikel in de.newusers.infos; dort finden Sie wertvolle Hinweise
        fr Einsteiger.

        Wenn Ihnen das Verhalten eines Users nicht gefllt, dann rufen Sie
        nicht nach der Koordination - es gibt nmlich keine. Das Usenet ist
        ein streng  chaotisch  organisiertes, selbsttragendes Gebilde.  Wenn
        Sie meinen,  da jemand aus  dem Netz ausgeschlossen werden  sollte,
        dann
        knnen Sie dies umgehend veranlassen: Nehmen Sie ihn/sie einfach in
        Ihren  Nachrichtenfilter (Fachjargon: Killfile) auf,  und schon sind
        Sie ihn/sie fr immer los :-)

        Denken Sie aber auch immer daran, da Ihnen das gleiche passieren
        kann, falls Sie mit Ihren Artikeln jemandem Grund dazu geben.



        II   Installation und Bedienung
        ====================================================================


        Dieser Abschnitt enthlt Informationen, die speziell die
        Installation und Nutzung von CrossPoint im Usenet betreffen.
        Ausfhrlichere Informationen zur Installation und Benutzung finden
        Sie im CrossPoint-Handbuch.




        2.1  Installation und Konfiguration
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Zunchst die gute Nachricht: Sie bentigen keinerlei
        Zusatzprogramme. Das CrossPoint-UUCP-Modul ist nahezu komplett; es
        enthlt nicht nur einen vollstndigen uucico, sondern auch (fast)
        alle bentigten Packer/Entpacker. Sie knnen also sofort loslegen.

        Nun die schlechte Nachricht: Sie mssen trotzdem damit rechnen, da
        die Einrichtung Ihrer UUCP-site (site = Point) etwas mehr Arbeit und
        Nerven  in  Anspruch nimmt,  als  die eines  Fido- oder gar MausNet-
        Points;  zu  gro  ist   die  Anzahl  der  mglichen  Fehlerquellen.
        Versuchen Sie,
        auftretende Probleme zunchst in Zusammenarbeit mit dem
        Systembetreiber zu lsen. Er ist ab besten dazu in der Lage, die
        Fehlerursache zu entdecken.


        Als Erstes mssen Sie einige Daten ber Ihren UUCP-Server in
        Erfahrung bringen:

        -  Telefonnummer
        -  Systemname und Domain
        -  mgliche Packer (compress, gzip, bzip2)
        -  bevorzugtes UUCP-Protokoll; bei UUCP-g: maximale Paketgre
        -  Wird "batched SMTP" (bsmtp) untersttzt?

        Auerdem   mssen  Sie  noch  drei  Dinge  mit  dem  Systembetreiber
        ausmachen: 

        -  Ihren Systemnamen (= Sitename, "Pointname")
        -  Ihren Loginnamen
        -  Ihr Pawort

 |      Den Sitenamen knnen Sie sich selbst aussuchen; er wird Bestandteil
 |      Ihrer Usenet-Adresse. Beispiel: bei peter@xpoint.example.net ist
 |      xpoint der Sitename. Der  Loginname kann gleich dem  Sitenamen sein,
 |      mu es aber nicht. Oft besteht er aus dem Sitenamen mit einem
 |      vorangestellten "U".


        Beim ersten Start fragt CrossPoint folgende Eingaben ab:

        -  den Netztyp Ihres Servers: Geben Sie "RFC/UUCP" ein.

        -  Boxname: Geben  Sie  hier  den  Systemnamen des Servers ein  (das
           ist  nur  das 3-7buchstabige, oft etwas kryptische Krzel, *ohne*
           die
        angehngte Domain)

        -  den  Usernamen:  Das  ist  der  Name,  unter  dem  Sie  schreiben
           werden (der Teil vor  dem "@"  in  Ihrer Adresse).  Der Name kann
           spter
        jederzeit beliebig gendert werden.

        Wenn Sie CrossPoint bereits fr ein anderes Netz installiert hatten,
        mu der UUCP-Server wie gewohnt per /Edit/Boxen angelegt werden.


        Als nchstes mssen Sie die einzelnen Felder unter
        /Edit/Boxen/Edit/Point ausfllen. Ausfhrlichere Erluterungen
        dazu  finden  Sie  in  der Online-Hilfe. Die  diversen  Schalter  im
        unteren Teil des Fensters  knnen Sie zunchst  unverndert  lassen;
        nur
        die SMTP-Einstellung sollten Sie berprfen. Unter Edit/Modem
        sollten Sie Baudrate und Schnittstelle korrekt einstellen; alle
        brigen Felder sind bereits mit sinnvollen Werten vorbelegt.

        Wichtig sind die Einstellungen unter Edit/Namen: Unter "Realname"
        sollten Sie Ihren richtigen Namen eintragen. Dies ist zwar keine
        unbedingte Pflicht, gehrt im Usenet aber zum guten Ton. Im Feld
        "Domain" mu Ihre eigene  Domain und im Feld "Serverdom."  diejenige
        des  Serversystems  eingetragen  werden.  Die  beiden  Domains  sind
        *meistens*
        gleich, mssen es aber nicht. Hier noch ein Beispiel:

 |      Ihre Adresse:  ich@arrgh.example.com
 |
 |                 ->  Ihr Username:                ich
 |                     Ihr Systemname (Pointname):  arrgh
 |                     Ihre Domain:                 .example.com
 |
 |      Serveradresse: abc.example.net
 |
 |                 ->  Systemname des Servers:      abc
 |                     Serverdomain:                .example.net


        Einige weitere UUCP/RFC-Einstellungen finden Sie bei
        /Config/Optionen/Netze/Verschiedenes; Nheres dazu ist in der
        Online-Hilfe erlutert. Wenn Sie noch keine Usenet-Erfahrung haben,
        sollten Sie die Einstellungen zunchst unverndert lassen.




        2.2  Netzanruf
        ~~~~~~~~~~~~~~

        Sind alle Daten korrekt eingetragen, so knnen Sie den ersten Anruf
        starten. Verwenden Sie dazu den Menpunkt /Netcall/Einzeln. Nach
        beendetem Anruf  finden Sie im Brett /Netzanruf eine  Nachricht mit
        dem Ergebnis des Anrufs.


        - Wenn der Netcall nicht funktioniert ...

        dann kann das sehr viele Ursachen haben. Ich will versuchen, alle
        aufzuzhlen, die mir einfallen.

        Erscheint beim Einloggen mehrmals hintereinander Login / Pawort /
        Login / Pawort, so haben Sie vermutlich bei /Edit/Boxen/Edit/Point
        einen falschen Loginname oder ein falsches Pawort eingetragen. Im
        Zweifelsfall fragen Sie bitte beim Systembetreiber nach.

        Erscheint   eine   Login-Meldung   des  angerufenen   Systems,   und
        anschlieend passiert  nichts mehr - CrossPoint legt dann  nach  ca.
        einer Minute  von  alleine wieder auf -, so lesen Sie bitte unten im
        Abschnitt
        "Login-Scripts" weiter.

        Wenn CrossPoint sich berhaupt nicht mit Ihrem Modem versteht, dann
        haben  Sie vermutlich  eine falsche Schnittstelle  eingestellt  oder
        etwas  falsches  unter /Config/Modem/... eingetragen. Evtl. liegt es
        auch
        daran, da Sie  ein Spar-Modemkabel  besitzen, bei dem  das CD- oder
        das CTS-Signal nicht weitergeleitet wird. In diesem Fall sollten Sie
        "CD
        ignorieren" bzw. "CTS ignorieren" einschalten. Falls das Modem eine
        &C-Option  besitzt,  mu  sie  eingeschaltet  sein  (AT  &C1).  Eine
        genauere Beschreibung der wichtigsten  Modem-Kommandos finden Sie in
        Anhang F
        des CrossPoint-Handbuchs.

        Erscheint in der Netcall-Wartepause immer die Meldung "Anruf
        eingegangen", dann untersttzt Ihre serielle Schnittstelle oder Ihr
        Modemkabel kein RING-(Klingel-)Signal. In dem Fall mssen Sie
        /Config/Modem/../RING-Erkennung abschalten.

        Erhalten Sie eine Nachricht mit einer Fehlermeldung wie "remote
        execution - rgsmtp - permission denied" oder hnliches, dann sollten
        Sie sich mit dem Systembetreiber noch einmal wegen des verwendeten
        Packers und der Benutzung von Batched SMTP absprechen - es hat
        entweder ein Miverstndnis gegeben, oder der Sysop hat vergessen,
        fr Sie den korrekten Entpacker freizugeben.

        Gibt es whrend der UUCP-g-bertragung regelmig gehufte
        Fehler, dann sollten Sie einmal einen Netcall im Debug-Mode
        durchfhren; Starten Sie XP dazu mit Parameter /d. Sie erhalten dann
        einen wesentlich ausfhrlicheren Netzanruf-Bericht, aus dem Sie oder
        ich evtl. die Ursache des Problems erkennen knnen. Whrend eines
        Debug-Mode-Netcalls werden viele zustzliche Informationen auf dem
        Bildschirm angezeigt - lassen Sie sich davon nicht irritieren.

        Kommen von Ihnen verschickte Nachrichten trotz fehlerfreier
        bertragung nicht an, so wird's knifflig. Es kann an einem falsch
        eingestellten Packer (s.o.) oder - bei PMs - an einer falschen
        SMTP-Einstellung liegen. Es kann daran liegen, da Sie Ihren
        Systemnamen oder die Domain falsch eingetragen haben, soda Ihre
        Nachrichten nicht durchgelassen werden.  Es kann auch daran  liegen,
        da CrossPoint und das angerufene System sich aus irgendeinem Grunde
        nicht verstehen. Weiterhelfen kann Ihnen in diesem Fall nur der
        Systembetreiber - er mu nachsehen, wo die von Ihnen verschickten
        Nachrichten landen.


        - Login-Scripts

        Wie bereits erwhnt, ist der Anmeldevorgang bei UUCP-Systemen nicht
        standardisiert. Verstehen CrossPoint und der angerufene Server sich
        nicht, so bleibt Ihnen nichts anderes brig, als XP ber ein
        Login-Script entsprechend anzupassen. Sind Sie absoluter
        nicht-Programmierer, so wenden Sie sich nach Mglichkeit an einen
        erfahrenen User (zur Not auch an mich :-) - geben Sie in dem Fall
        unbedingt Name und Telefonnummer des Servers an!.

        Zur Aktivierung eines Login-Scripts sind drei Dinge ntig:

        o  Lesen Sie Kapitel 8 des Crosspoint-Handbuchs; dort ist die
        Scriptprogram-mierung beschrieben.

        o  Kopieren Sie  das mitgelieferte Standard-Script  uucp.scr z.B. in
           myuucp.scr und  passen sie myuucp.scr  entsprechend  an. Beachten
           Sie, da das Login  genau dann  beendet ist,  wenn vom Server der
           Text
        "^Pshere" gesendet wurde.

        o  Tragen Sie das Script (z.B. MYUUCP.SCR) bei
        /Edit/Boxen/Edit/Diverses als Netzanruf-Script ein.

        - Nachrichten von Hand einlesen

        Wenn das automatische Einlesen der Nachrichten nach dem Netzanruf
        nicht funktioniert hat, z.B. weil der Entpacker fehlte, dann knnen
        Sie dies mit den folgenden Schritten von Hand vornehmen:

        o  Verlassen Sie CrossPoint.
        o  Geben Sie "uuz -uz spool\x* upuffer" ein.
        o  Starten Sie CrossPoint.
        o  Lesen Sie die Datei UPUFFER mit /XPoint/Import/Puffer ein.

        Beachten Sie, da die nicht eingelesenen Nachrichten nur bis zum
        nchsten Netzanruf im Verzeichnis spool liegenbleiben. Sie mssen
        sie   also   unbedingt  einlesen  oder  zumindest  in  ein   anderes
        Verzeichnis kopieren, bevor Sie den nchsten Netzanruf durchfhren.


        - Nachrichtentest

        Wenn Sie testen mchten, ob Ihre ffentlichen Nachrichten
        ankommen, knnen Sie eine Nachricht in eine der Testgruppen
        schreiben, z.B. in  de.test.  Sie erhalten dann  automatisch Antwort
        von verschiedenen Programmen, deren einzige Aufgabe darin besteht,
        Antworten auf Testnachrichten zu verschicken. Seien Sie aber
        vorsichtig beim Schreiben in internationalen Testgruppen - dies ist
        der beste Weg, um Ihr Postfach mit hunderten von Kilobytes unntzer
        Mails zu fllen.




        2.3  Bestellen und Verwalten von Newsgroups
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Die Brettverwaltung im Usenet ist ein ziemlich trauriges Kapitel. Es
        existiert keinerlei Standard fr das Bestellen und Abbestellen von
        Newsgroups (Brettern) durch Offline-User. Dadurch ist eine Vielzahl
        von Newsgroup-Bestellsystemen entstanden, von denen jedes wieder
        andere Befehle erwartet und nach einem anderen System arbeitet.

        Wenn Sie Glck haben, verfgt Ihr UUCP-Server ber eines der
        relativ verbreiteten Newsgroup-Bestellsysteme "Changesys", "GUP",
        "AutoSys" oder "Feeder". Diese Systeme werden von XP direkt
        untersttzt, soda Sie auf das komfortable XP-Brettbestellsystem
        zurckgreifen knnen, das in Kapitel 3.2 des CrossPoint-Handbuchs
        beschrieben ist.

        Wenn Sie Pech haben, besitzt Ihr Server gar kein automatisch
        arbeitendes Brettbestellsystem, soda Sie alle Brettwnsche als Mail
        den Systemverwalter senden mssen, oder er arbeitet mit einem
        exotischen Brettmanager, den Sie dann "von Hand" bedienen mssen.
        Ganaueres dazu erfahren Sie beim jeweiligen Systembetreiber.

        Unter /Edit/Boxen/Edit/RFC|UUCP tragen Sie ein, welchen
        Brettmanager-Typ  Ihr  Server  verwendet,  und unter  welchen  Namen
        dieser Brettmanager angesprochen werden mu.


        - Changesys einrichten

        Das Prinzip von Changesys besteht darin, da beim Server eine Datei
        existiert, in der sich fr jede pollende Site ein Eintrag mit den
        bestellten Newsgroups befindet, das sogenannte "sysfile". Mit den
        Befehlen "getsys" und "setsys" kann dieser Eintrag abgefragt oder
        komplett ersetzt werden.

        Bevor Sie Newsgroups bestellen knnen, mssen Sie dem
        Systembetreiber mitteilen, da Sie changesys verwenden mchten. Sie
        erhalten dann ein Changesys-Pawort, das nicht gleich Ihrem
        Loginpawort sein mu, und das bei /Edit/Boxen/Edit/RFC|UUCP
        einzutragen ist. Auerdem mssen Sie CrossPoint dort mitteilen,
        unter welchem Betreff changesys Ihnen Sysfile-Eintrge zuschickt. Um
        dies festzustellen, sollten Sie mit
        /Nachricht/Brettmanager/Sonstiges/../getsys Ihr aktuelles Sysfile
        anfordern (dazu  sind *zwei* Anrufe  notwendig -  einer zum Absetzen
        des Befehls und einer zum Abholen des Ergebnisses). Stimmte der
        eingetragene Betreff nicht mit dem vom Server gesendeten berein, so
        sollten Sie nach der Korrektur noch einmal ein getsys senden;
        CrossPoint erhlt dadurch eine Liste der z.Zt. bestellten
        Newsgroups, die es fr sptere (Ab)Bestellungen bentigt.

        Als Nchstes knnen Sie mit
        /Nachricht/Brettmanager/Liste_anfordern die aktuelle Newsgroup-Liste
        bestellen und sie mit /Nachricht/Brettmanager/Liste_einlesen
        aktivieren. Neben den Newsgroup-Namen enthlt die Liste noch diverse
        Steuerinformationen, die  nicht weiter von Interesse  sind.  Nur auf
        das letzte Zeichen  jeder Zeile sollten Sie  achten: Steht dort "y",
        so
        haben Sie freien  Zugriff  auf die Gruppe; "m" dagegen bedeutet, da
        sie moderiert ist.


        - GUP / AutoSys / Feeder einrichten

        Die Einrichtung  dieser  Brettmanager gestaltet sich einfacher, weil
        XP hier  keine  Kopie  des Sysfile-Eintrages  verwalten mu, sondern
        einzelne    Bretter   (ab-)bestellen   kann.   Erfragen   Sie   beim
        Systembetreiber den
        verwendeten Newsgroup-Manager und  das Pawort,  und  tragen Sie  es
        unter /Edit/Boxen/Edit/RFC|UUCP ein.  Anschlieend sollten Sie - wie
        oben
        beschrieben - eine Brettliste anfordern und einlesen.


        - Newsgroups (ab)bestellen

        Siehe CrossPoint-Handbuch, Kap. 3.2.


        - Die .BBL-Datei

        CrossPoint legt fr jeden Usenet-Server, bei dem mit "Changesys"
        gearbeitet wird, eine  Datei mit Name  <Server>.BBL an, in der  sich
        eine  Liste der  gerade  bestellten Newsgroups befindet. Nach  jeder
        Bestellung   oder  Abbestellung   wird  der   Inhalt  dieser   Datei
        aktualisiert und mit
        einem 'setsys'-Befehl an Changesys geschickt. Wenn Sie mchten,
        knnen Sie diese Datei auch von Hand bearbeiten. Auf diese Weise
        lt sich ggf. der Sysfile-Eintrag drastisch verkleinern: Wenn Sie
        *alle* Newsgroups einer bestimmten Hierarchie bestellen mchten, so
        gengt es, den Hierarchienamen anzugeben - z.B. "de" fr alle
        Newsgroups in der "de.*"-Newshierarchie, oder "comp.sys.next" fr
        alle NeXT-Newsgroups. Verwenden Sie
        /Nachricht/Brettmanager/Sonstiges/setsys, um die manuell genderte
        .bbl-Datei absenden zu lassen.

        Mit /Nachricht/Brettmanager/Sontiges/../help erhalten Sie eine
        Anleitung zur manuellen Bedienung von Changesys. Ich rate aber
        grundstzlich von deren Gebrauch ab - das Changesys-Frontend von XP
        ist nicht nur sehr komfortabel, sondern es verhindert auch
        Fehleingaben.




        2.4  "Sysop-Mode" (Disk-Poll)
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Statt dem Verschicken von Nachrichtenpaketen per UUCP bietet Ihnen
        CrossPoint auch die Mglichkeit, ausgehende Pakete auf der
        Festplatte  abzulegen und  eingehende Pakete  von  dort  einzulesen.
        Dieses Verfahren ist z.B.  dann ntzlich, wenn Sie  selbst Betreiber
        eines
        anrufbaren UUCP-Systems sind und CrossPoint nur als "Frontend"
        einsetzen mchten. Zur Verwendung des UUCP-Sysop-Modes von XP
        sollten Sie Kenntnisse ber die Benennung und den Aufbau von
        UUCP-Nachrichtenpaketen haben. Nhere Informationen dazu finden Sie
        in Kapitel 4.1.

        Zur Aktivierung des Sysop-Modes mssen Sie unter
        /Edit/Boxen/Edit/Point das gewnschte Ein- und Ausgangsverzeichnis
        eintragen.  Im  Eingangsverzeichnis  erwartet  XP beliebige gepackte
        oder ungepackte News- und Mailpakete. Fr jedes Paket mssen eine D-
        und eine X-Datei vorhanden sein. Die Dateinamen mssen den in
        Kapitel 4.1 beschriebenen Dateinamenkonventionen von XP entsprechen.

        Im Ausgangsverzeichnis legt XP alle ausgehenden Nachrichten in Form
        von X-, D- und (je Netcall) einer C-Datei ab. Die C-Datei kann neben
        den UUCP-Steuerinformationen zur bertragung der D- und X-Dateien
        auch Datei-Anforderungen enthalten, die mit /Nachricht/Fileserver
        erzeugt wurden. Die C- oder X-Dateien knnen ignoriert werden, falls
        Sie sie nicht zur Weiterverabeitung der Nachrichten bentigen. Falls
        bei /Edit/Boxen/Edit/Point ein Upload-Packer eingetragen ist, werden
        die ausgehenden D-Dateien gepackt (sowohl fr News als auch fr
        SMTP-Batches).



        III  Arbeiten mit UUCP
        ====================================================================

        Dieser Abschnitt beschreibt spezielle Features und Dienste von UUCP,
        Usenet und Internet, die XP in irgendeiner Weise untersttzt. Er
        wird in zuknftigen Versionen mit Sicherheit noch um einige Kapitel
        wachsen.




        3.1  Envelope-Adressierung
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Jede Mail, die durch das Usenet geschickt wird, besitzt nicht nur
        einen Absender und Empfnger, sondern zwei von Jedem: die
        ursprnglichen Adressen und die sogenannten Envelope-Adressen. Bei
        einer neuen Mail, die ganz normal verschickt wird, merken Sie davon
        nichts - ursprngliche Adressen und Envelope sind identisch. Zum
        Tragen kommt die Envelope-Adressierung erst, wenn eine Nachricht
        weitergeleitet wird: Dann enthlt der Envelope die neue Absender-
        und Empfngeradresse, whrend die Originaladressen unverndert
        bleiben.

 |      Nehmen wir z.B. an,  peter@xpoint.example.net schickt eine Nachricht
 |      an posthamster@dumpfbacke.example.com, und der wiederum leitet die
 |      Nachricht an sysop@mybox.example.org weiter. Dann kommt Sie beim
 |      letzten Empfnger mit folgenden Adressen an:
 |
 |      Originalempfnger:  posthamster@dumpfbacke.example.com
 |      Originalabsender:   peter@xpoint.example.net
 |      Envelope-Absender:  posthamster@dumpfbacke.example.com
 |      Envelope-Empfnger: sysop@mybox.example.org

        - Und was bedeutet das fr mich als CrossPoint-Anwender?

        Nun, es bedeutet, da Sie bei solchermaen weitergeleiteten
        Nachrichten (bei XP gibt es dazu brigens den Menpunkt
        /Nachricht/Weiterleiten/Original) folgendes angezeigt bekommen:

        Empfnger:            hier steht der Envelope-Empfnger
        Absender:             hier steht der Originalabsender
        Originalempfnger:    hier steht der Originalempfnger
        Weiterleit-Absender:  hier steht der Envelope-Absender

        Und es bedeutet, da Sie beim Antworten auf diese Nachricht die Wahl
        zwischen drei Adressen haben: Absender, Weiterleit-Absender oder
        Originalempfnger.

        Leider wird in Envelope-Absendern manchmal immer noch die alte
        UUCP-Adressierung ohne Domainangabe verwendet; dadurch entstehen
        teilweise recht seltsame Konstrukte. Gelegentlich enthlt eine
        Nachricht  auch ".uucp" als Domain  im Envelope-Absender,  was meist
        ein Zeichen fr eine falsch konfigurierte  Software ist.  Lassen Sie
        sich
        durch solch ungltigen "Weiterleit-Absender" nicht verwirren und
        antworten Sie einfach an den Originalabsender!




 |      3.2  Cancel- und Supersede-Nachrichten
 |      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
 |
 |      Ein nettes, wenn auch umstrittenes RFC-Feature sind die sogenannten
 |      Cancel- (to cancel = streichen, aufheben) und die
 |      Supersede-Nachrichten (to supersede = ersetzen). Mit solchen
 |      Nachrichten knnen Sie einmal abgeschickte, ffentliche
 |      Nachrichten wieder lschen oder durch andere Nachrichten ersetzen.
 |      Dazu wird der betreffenden Nachricht eine Lsch- bzw.
 |      Ersetznachricht hinterhergeschickt, und berall, wo beide
 |      Nachrichten aufeinandertreffen, wird die Originalnachricht entfernt
 |      (bei Cancel-Nachrichten) bzw. durch die Supersede-Nachricht ersetzt.
 |      Bse Zeitgenossen verwenden dieses Feature dazu, die Nachrichten
 |      anderer User zu lschen. Mit CrossPoint ist dies natrlich nicht
 |      mglich. Aufgrund des massiven Missbrauchs von Cancel-Nachrichten
 |      werden diese auf immer mehr Sites nicht ausgefhrt. Bei
 |      Supersede-Nachrichten sieht die Situation zum Glck noch etwas
 |      besser aus.
 |
 |      Zum Versenden einer Cancel-Nachricht whlen Sie die zu lschende
 |      Nachricht  und dann den  Menpunkt  /Nachricht/Weiterleiten/Lschen.
 |      Zum Versenden einer Supersede-Nachricht whlen Sie stattdessen
 |      /Nachricht/Weiterleiten/Ersetzen. Generell sollten Sie sparsam mit
 |      diesen Funktionen umgehen. Lesen Sie Ihre Nachrichten besser vor dem
 |      Absenden noch zweimal durch, statt nachher einen Lsch- bzw.
 |      Ersetzversuch zu starten; dadurch belasten Sie das Netz nicht mit
 |      unntigen Daten, und Sie sind *ganz* sicher, da die Nachricht
 |      nirgendwo gelesen wird - wesentlich  sicherer  als bei "gecancelten"
 |      und ersetzten Nachrichten.
 |
 |      Mit /Edit/Schablonen/Lschnachricht knnen Sie den Text editieren,
 |      den XP in Cancel-Nachrichten schreibt. Was dort steht, ist vllig
 |      egal; entscheidend fr das Funktionieren ist nur eine spezielle
 |      Steuerinformation, die von /Nachricht/Weiterleiten/Lschen
 |      automatisch erzeugt wird. Dies bedeutet auch, da Cancel-Nachrichten
 |      *nur* mit diesem Menpunkt erzeugt werden knnen.
 |
 |      Eingehende  Cancel-   und   Supersede-Nachrichten  werden   von   XP
 |      automatisch ausgewertet. Cancel-Nachrichten bewirken, da sowohl die
 |      Bezugsnachricht  als auch die  Cancel-Nachricht selbst auf "gelesen"
 |      und "lschen" gesetzt wird. Supersede-Nachrichten bewirken, da die
 |      Bezugsnachricht auf "gelesen" und "lschen" gesetzt wird. Die auf
 |      "lschen" gesetzten Nachrichten werden bei der nchsten
 |      Reorganisation entfernt. Auerdem kann auf die Bezugsnachricht nicht
 |      mehr geantwortet werden.
 |
 |
 |      Untersttzt werden  Cancel- und Supersede-Nachrichten brigens  auch
 |      von  ZConnect (Z-Netz). (Letztere heien  dort Ersetzt-Nachrichten.)
 |      Ein
 |      weiteres Netz, bei dem sich Nachrichten nachtrglich lschen lassen,
 |      ist das MausNet. Allerdings funktioniert es dort nur, wenn die
 |      Nachricht sich noch innerhalb der Serverbox befindet; dadurch sind
 |      Manipulationen ausgeschlossen.



        3.3  Teilnahme an Mailinglisten
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Das Konzept von Mailinglisten wurde ja bereits erklrt (falls Sie
        sich nicht mehr genau erinnern knnen: blttern Sie einfach
        nochmal zurck zu Kap. 1.2).

 |      Nehmen wir einmal an, Sie wrden sich fr Tandem-Fahrrder
 |      interessieren. Beim Durchlesen der Mailinglisten-bersicht stellen
 |      Sie erfreut fest, da es eine Tandem-Mailingliste gibt, und senden
 |      umgehend eine Nachricht an tandem-request@example.org mit Bitte um
 |      Aufnahme. Einen Tag spter bricht in Ihrem PM-Fach das Chaos aus:
 |      Wegen der groen Anzahl von Tandem-Mails sind die wirklich an Sie
 |      gerichteten Mails kaum noch auszumachen.

        Was tun? Ganz einfach: Sie mssen sich nur unter einem anderen
        Usernamen bei der Mailingliste anmelden. XP kann beliebig viele
        PM-Bretter verwalten, und alle Nachrichten aus der Mailingliste
        wandern in ein eigenes Brett. ndern Sie also bei
        /Edit/Boxen/Edit/Namen Ihren Usernamen, z.B. in "tandem", senden Sie
        die  Anforderung  an die Mailingliste  und  tragen Sie  anschlieend
        wieder Ihren richtigen Namen ein.

        Beachten Sie jedoch, dass viele Listen nur Mails von eingetragenen
        Usern weiterleiten.  In solchen Faellen mssen Sie sicherstellen,
        dass Sie als Absender den Usernamen verwenden, den Sie bei der
        Anmeldung verwandt haben.   In obigem  Beispiel  also "tandem".  Wie
        dies geht knnen Sie in Abschnitt 5.7 der xpoint.txt nachlesen.

        Ist Ihnen dieses Vorgehen zu umstndlich, ist die Verwendung eines 
        externen Filters ratsam.




        3.4  Dateitransfer mit UUCP
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Da UUCP-Systeme Nachrichten austauschen, ist allgemein bekannt. Da
        viele [die meisten?] davon aber auch umfangreiche Dateiarchive
        besitzen und einen allgemeinen Dateiup- und download (Senden und
        Bestellen von Dateien) ermglichen, wei auerhalb des Usenet wohl
        kaum jemand.

        Grtes Problem beim UUCP-Filerequest (also beim Bestellen von
        Dateien) sind die uerst bescheidenen Dateilisten der UUCP-Systeme.
        Normalerweise  handelt  es   sich  dabei  um  simple  Listen   eines
        bestimmten Verzeichnisbaumes,  wie sie  unter  DOS von  DIR /s  oder
        unter UNIX von ls -lR erzeugt werden. Dadurch gibt es zum einen fast
        soviele
        verschiedene   Listenformate  wie  UUCP-Systeme,   und  zum  anderen
        enthalten die Listen keine  Kommentare zu den einzelnen Dateien; Sie
        mssen
        also jeweils anhand der Dateinamen erraten, um was es sich handelt.
        Dies ist zum Glck meist einfacher, als es sich anhrt, weil
        wesentlich lngere Dateinamen als unter DOS verwendet werden
        knnen:

        - Exkurs: *NIX- und hnliche Dateisysteme

        Die meisten UUCP-Rechner laufen wohl unter Unix-hnlichen
        Betriebssystemen, die bei der Benennung von Dateien wesentlich
        flexibler sind als DOS - sowohl, was die Lnge angeht, als auch bei
        den erlaubten Zeichen. So ist z.B. "linux-pbmplus.bin.tar.z" ein
        einwandfreier Unix-Dateiname. CrossPoint versucht, beim Download
        solcher Dateien einen mglichst sinnvollen DOS-Dateinamen zu
        erzeugen; bei diesem Beispiel wre es z.B. LINUX-PB.TAZ (TAZ ist
        eine unter DOS bliche Erweiterung fr Dateien, die mit den
        Unix-Programmen tar und Z gepackt wurden; mehr dazu spter). XP
        stellt ggf. durch eine fortlaufende Nummer in der Dateierweiterung
        sicher, da dabei keine zwei gleichen DOS-Dateinamen entstehen.

        Eine unangenehme Eigenschaft von Unix-Dateisystemen ist, da sie auf
        einer korrekten Gro/Kleinschreibung der Dateinamen bestehen. Hiee
        eine Datei also z.B. Linux-PBMplus.Bin.tar.Z, dann mten Sie den
        Namen exakt in dieser Form angeben.

        Eine letzte Unix-Eigenschaft, die Sie kennen sollten, ist die Angabe
        eines relativen Pfadnamens mit vorangestellter Tilde (~). Falls Sie
        dieses Zeichen auf Ihrer Tastatur nicht finden sollten, so verwenden
        Sie Alt-126 zur Eingabe. ~ steht, grob gesagt, fr ein bestimmtes
        Startverzeichnis, unterhalb dessen Sie alle weiteren Dateien finden.
        Suchen Sie z.B. die Datei xp300-1.exe im Unterverzeichnis msdos, so
        wre der komplette Pfadname ~/msdos/xp300-1.exe (ach ja, eine
        weitere Unix-Eigenschaft: Verzeichnisse werden mit / und nicht mit \
        getrennt).  Auf  der  Seite  des angerufenen Systems wird ~  dann zu
        einem  bestimmten, vollstndigen Pfadnamen  expandiert,  um den  Sie
        sich
        nicht weiter zu kmmern brauchen. Durch diesen Trick knnen alle
        Dateien jederzeit in ein anderes Unterverzeichnis verlagert werden,
        ohne da Sie etwas davon merken.


        - Fileserver anlegen

        Bevor Sie bei einem UUCP-Server Dateien bestellen knnen, mu er
        zustzlich zum Eintrag bei /Edit/Boxen noch bei /Edit/Systeme als
        Fileserver erfat werden (vgl. auch CrossPoint-Handbuch, Kap. 4.3).
        Dazu sind folgende Eingaben erforderlich:

        - Systemname:  Der Sitename des Systems, so wie er auch bei /Edit
                       /Boxen eingetragen ist.

        - Kommentar:   egal

        - Fileserver:  Whlen Sie "UUCP-Fileserver" aus der F2-Auswahlliste.

        - Indexdatei:  Dies ist der Name der Dateiliste, die mit /Nachricht
                       /Fileserver/Liste/Anfordern bestellt wird. Meistens
        	       ~/index, oder ~/ls-lR. Evtl. aber auch etwas ganz
        	       anderes. Fragen Sie im Zweifelsfall den
        	       Systembetreiber. Ich wei, da das Eingabefeld etwas
        	       kurz bemessen ist.. sollte es *nicht* ausreichen,
        	       werden Sie die Dateiliste stattdessen wie jede andere
        	       Datei auch anfordern mssen (s.u.).

        - Konvertierer: Dazu kommen wir gleich noch.


        - Dateiliste bestellen und konvertieren

        Ist der UUCP-Fileserver korrekt eingetragen, so sollten Sie als
        nchstes eine Dateiliste anfordern. Wenn Sie den Namen der Liste wie
        oben erklrt eingetragen haben, gengt dazu
        /Nachricht/Fileserver/Liste/Anfordern. Ansonsten mssen Sie den
        Namen  der   Datei  bei  /Nachricht/Fileserver/Bestellen  von   Hand
        eingeben.  Nach  erfolgreichem  Anruf   sollte  sich  die  bestellte
        Dateiliste im bei
        /Config/Pfade eingetragenen Filerequest-Verzeichnis befinden. Den
        endgltigen Namen der Datei knnen Sie aus dem
        UUCP-Filerequest-Report ersehen, den XP nach dem Anruf in Ihrem
        PM-Brett ablegt.

        Nun kommt der interessante Teil. Sie mssen herausfinden, welches
        Format die Liste hat, und sie ggf. in ein XP-kompatibles Format
        konvertieren lassen.


        (1) UNIX-ls-Format

        /public/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/CYBER:
        total 65
        -r--r--r--   1 uucp     uucp         3521 Apr 24 21:10 noscheme.add
        -r--r--r--   1 uucp     uucp         5803 Apr 24 21:10 nosve.ch
        -r--r--r--   1 uucp     uucp         1224 Apr 24 21:10 nosve.com
        -r--r--r--   1 uucp     uucp         2953 Apr 24 21:10 nosve.doc
        -r--r--r--   1 uucp     uucp        49368 Apr 24 21:11 nosvebind.cyb

        /public/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/PRIME:
        total 11
        -r--r--r--   1 uucp     uucp         9594 Apr 24 21:11 primos.ch
        -r--r--r--   1 uucp     uucp          767 Apr 24 21:11 primos.cpl

        /public/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/VMS:
        total 22
        -r--r--r--   1 uucp     uucp         3543 Apr 24 21:11 tiny.dmp
        -r--r--r--   1 uucp     uucp           44 Apr 24 21:11 tiny.tex
        -r--r--r--   1 uucp     uucp         4214 Apr 24 21:11 vms.ch

        Sieht die Liste genau so aus, dann mssen Sie bei /Edit/Systeme im
        Feld "Konvertierer" das Programm uucp-fl1.exe aus der F2-Liste
        whlen. Wenn Sie die Liste anschlieend einlesen lassen, konvertiert
        XP sie in sein eigenes Format.


        (2) Die Liste sieht irgendwie ganz anders aus.

        Falls Sie programmieren knnen oder einen Programmierer verfgbar
        haben, dann schreiben Sie ein kleines Programm (oder lassen Sie es
        schreiben  :-),   das  die   Liste  in  ein   XP-kompatibles  Format
        konvertiert. Nheres dazu finden Sie in Kapitel 4.3.


        - Dateien bestellen

        Ist  erst  einmal  eine  brauchbare  Liste vorhanden,  so ist  alles
        Weitere  ganz  einfach. Whlen Sie  /Nachricht/Fileserver/Bestellen,
        whlen
        Sie den gewnschten Fileserver, markieren Sie die gewnschten
        Dateien mit <Space> und drcken Sie <Enter>. Beim nchsten Anruf
        werden die Dateien bestellt und ein
        UUCP-Filerequest/Filetransfer-Report in Ihrem PM-Brett abgelegt.

        Sollte sich bereits eine Datei unter gleichem Namen im
        Filerequest-Verzeichnis   befinden,   oder  mehrere  der  bestellten
        Dateien durch Krzen  des Namens  gleich heien, so  ersetzt  XP die
        letzten ein
        oder  zwei  Zeichen  der  Dateierweiterung  durch eine  fortlaufende
        Nummer. 

        Achtung! In vielen Dateilisten sind nicht nur Dateien, sondern auch
        Unterverzeichnisse aufgefhrt; in Unix-Listen sind sie normalerweise
        mit einem "d" markiert. Da solche "Dateien" nicht bestellt werden
        knnen, drfte sich von selbst verstehen.

        Falls am Ende der Dateiliste "zu wenig Speicher, um komplette Liste
        anzuzeigen" erscheint, sollten Sie zustzlichen EMS-Speicher zur
        Verfgung stellen. Ohne EMS knnen nur Listen mit einer Gre
        von ca. 100-200k angezeigt werden.


        - Und wie funktioniert das Ganze?

        Zum Bestellen einer Datei schickt XP eine Nachricht mit Betreff
        "Request"  an   den   Pseudouser  "UUCP-Fileserver".  Innerhalb  der
        Nachricht befindet sich eine Liste aller bestellten Dateien. Mchten
        Sie z.B.
        kontrollieren, ob XP das Dateilistenformat richtig erkannt hat, so
        whlen Sie in der Userliste den User "UUCP-Fileserver" und sehen Sie
        sich den Inhalt der Nachricht an. Wenn alles funktioniert hat, dann
        befindet  sich   darin  eine  Liste   aller  bestellten  Nachrichten
        inclusive des  vollstndigen  Dateipfades.  Beachten Sie, da dieser
        Pseudouser
        NUR innerhalb von XP existiert! Vor dem tatschlichen Bestellen der
        Datei wird die Bestellnachricht in etwas wesentlich Komplizierteres
        umgewandelt, auf das ich hier nicht nher eingehen mchte.

        Statt /N/Fileserver/Bestellen zu verwenden, knnen Sie auch direkt
        eine Request-Nachricht an den UUCP-Fileserver schreiben. Innerhalb
        dieser Nachricht knnen Sie brigens optional auch den Namen
        angeben, den die bestellte  Datei unter DOS erhalten soll  -  setzen
        Sie ihn einfach, mit einem Leerzeichen getrennt, hinter den
        Quelldateinamen z.B.

        Challisti-19.lzh CHAL-19.LZH
        Challisti-20.lzh CHAL-20.LZH

        Dies ist vor allem dann praktisch, wenn die Unix-Dateinamen nach der
        Krzung gleich lauten wrden.


        - Dateien senden

        Bevor Sie Dateien an ein UUCP-System senden, mssen Sie sich
        erkundigen, in welchem Verzeichnis neue Dateien abgelegt werden
        sollen. Intelligente Systeme leiten alle eingehenden Dateien
        automatisch in das korrekte Verzeichnis um (so, wie CrossPoint :-),
        aber bei vielen mssen Sie den gesamten Pfad mit angeben, z.B.
        ~/incoming/neue-Datei.

        Zum Senden haben Sie wieder zwei Mglichkeiten. Am einfachsten geht
        es mit /Nachricht/Fileserver/Senden: Geben Sie den Namen der
        Quelldatei und Pfad+Name der Zieldatei an, starten Sie den Netcall -
        fertig.

        Die andere Mglichkeit besteht darin, Dateien von Hand an den
        UUCP-Fileserver zu senden. Whlen Sie dazu den betreffenden
        Pseudouser und drcken Sie "I" fr "Binrnachricht". Whlen
        Sie nun die Quelldatei aus und geben Sie anschlieend im Editor
        Pfad+Name  der Zieldatei an.  Das  Ganze  wird  dann als  sog. "File
        Attach"  gespeichert, also als Textnachricht  mit  einer angehngten
        Datei. Am
        besten sehen Sie sich vorher einmal an, wie eine mit
        /N/Fileserver/Senden erzeugte File-Attach-Nachricht aussieht.

        Beachten Sie, da Uhrzeit und Datum einer Datei bei UUCP nicht mit
        bertragen werden. Diese Einschrnkung lt sich umgehen, indem
        Sie die Datei einfach nochmal zustzlich einpacken, z.B. mit LHArc
        (LHArc ist deswegen empfehlenswert, weil es als einziger Packer auf
        allen Rechnersystemen verfgbar ist). Beim Auspacken erhlt die
        Datei dann wieder den korrekten Datumseintrag.


        - Dateien von XP versenden lassen

        U.U. mchten Sie Dateien nicht manuell, sondern durch ein externes
        Programm versenden lassen. Mit Hilfe des autoexec-Verzeichnisses (s.
        CrossPoint-Handbuch, Kap. 7.6) ist dies denkbar einfach:

 |      Nehmen wir an, Sie mchten die Datei D:\scan\scanv106.zip so
 |      uploaden  lassen,  da   sie   beim   Server  shlink.example.org  im
 |      Verzeichnis ~/incoming abgelegt wird. Dazu mssen Sie eine Datei mit
 |      beliebigem
 |      Namen  und  der  Erweiterung   ".MSG"  im  autoexec-Unterverzeichnis
 |      erzeugen lassen, die folgenden Inhalt hat (die Pfeile dienen nur zur
 |      Abgrenzung):
 |
 |      -->
 |      Empfaenger: UUCP-Fileserver@shlink.example.org
 |      Betreff:    egal; wird durch den Dateinamen ersetzt
 |      Server:     shlink
 |      Datei:      D:\scan\scanv106.zip
 |
 |      ~/incoming/scanv106.zip
 |      <--

        Achten Sie auf korrekte Schreibweise von "UUCP-Fileserver"!

        Wenn Sie die .MSG-Datei ber ein Programm erzeugen lassen, das
        ber /Config/Tasten eingebunden ist, sollten Sie fr dieses
        Programm den Autoexec-Schalter setzen, damit unmittelbar nach der
        Rckkehr zu XP das autoexec-Verzeichnis abgearbeitet wird.


        - vom Server veranlate Dateibertragung

        Rein technisch gesehen sind die beiden Partner bei einer
        UUCP-Verbindung immer gleichberechtigt. Daher kann der Betreiber des
        Servers auch Dateien bei Ihnen anfordern oder zu Ihnen senden. Die
        erstere Mglichkeit wird von XP z.Zt. nicht untersttzt, da dies
        bei einem nicht anrufbaren Programm wenig Sinn macht. Das Senden von
        Dateien durch den Server ist dagegen uneingeschrnkt mglich.
        Solche Dateien werden genau wie angeforderte Dateien im
        File-Request-Verzeichnis abgelegt, und Sie werden auch hier durch
        einen UUCP-Filerequest/Filetransfer-Report ber den Empfang der
        Dateien benachrichtigt.


        - Unix-Packer

        Nachdem wir uns bereits mit Unix-Dateisystemen beschftigt haben,
        mssen wir noch ein letztes Mal auf dieses Betriebssystem
        zurckkommen. Unter Unix werden Dateien meist nicht mit LHArc, PKZIP
        oder gar ARJ gepackt, sondern mit tar+compress, tar+gzip oder
        tar+bzip2. Das Programm tar fat zunchst mehrere Dateien in einer
        zusammen, und compress oder gzip (GNU ZIP, nicht zu verwechseln mit
        und nicht kompatibel zu PKZIP) packen sie anschlieend. Folgende
        Dateierweiterungen sind dabei blich:

        .tar      =   tar
        .tar.Z    =   tar + compress
        .tar.gz   =   tar + gzip
        .tar.bz2  =   tar + bzip2

        Eine .tar.Z-Datei mu erst mit compress und dann mit tar entpackt
        werden, eine .tar.gz-Datei entsprechend mit gzip und tar und eine
        .tar.bz2-Datei mit bzip2 und tar. Unter DOS wird statt ".tar.Z"
        blicherweise die Erweiterung ".TAZ" und statt ".tar.gz" ".TGZ"
        verwendet.

        Entpacken von .Z:           compress -d Archivdatei
                                    oder gzip -d Archivdatei
        Entpacken von .gz:          gzip -d Archivdatei
        Entpacken von .bz2:         bzip2 -d Archivdatei
        Auspacken von .tar:         tar -xf Archivdatei [Datei(en)]
        Auflisten von .tar:         tar -tvf Archivdatei

 |      Da die Programme compress, gzip, bzip2 und tar nicht unbedingt zur
 |      Standardausstattung eines DOS-Rechners gehren und auch nicht in
 |      jeder Mailbox zu finden sind, sind sie im OpenXP-Paket enthalten.

        Wenn Sie selbst eine Datei mit tar+compress packen mchten, so
        verwenden Sie folgende Befehlsfolge:

           tar -cf Archivdatei Quelldateien
           compress Archivdatei

        Entsprechendes gilt fr tar+gzip und tar+bzip2. Beachten Sie, da
        tar immer alle Unterverzeichnisse mit einpackt!




        3.5  Dateitransfer per Mail
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Neben den oben beschriebenen UUCP-Systemen, bei denen Sie direkt
        anrufen und Dateien anfordern knnen, gibt es auch eine Reihe von
        Systemen, die einen  Dateitransfer  per  Mail anbieten -  sogenannte
        "Mail Server". Dazu ist auf dem betreffenden Rechner ein Pseudouser
        eingerichtet, der auf bestimmte Befehle reagiert. Der wichtigste
        Befehl ist HELP - damit  bekommen Sie eine  Anleitung zur  Bedienung
        des Mail Servers.

        Mchten Sie z.B. die Hilfe von ftp-mailer@ftp.uni-stuttgart.de
        anfordern, dann senden Sie an diese Adresse eine Nachricht mit
        beliebigem Betreff (wird ignoriert) und nur einer Zeile Inhalt,
        nmlich HELP. In diesem Hilfstext sind dann alle weiteren Befehle
        erlutert. Mit dem Befehl INDEX erhalten Sie eine Liste der
        vorhandenen Dateien. Achtung: Diese Liste kann mehrere hundert KByte
        gro sein! Nachrichten an Mail-Server knnen auch mehrere Befehle
        enthalten, jeweils ein Befehl pro Zeile.



        IV   Technische Dokumentation
        ====================================================================

        In diesem Abschnitt finden Sie Dinge, die fr Normalanwender weniger
        von Interesse sind.  Ich will  versuchen, ein  paar Informationen zu
        RFC,  UUCP und deren Implementation in XP  zu geben.  Falls Sie sich
        genauer
        informieren mchten, empfehle ich die folgenden Dokumente:

 |      RFC-822, 976 und 1123:        Nachrichtenformat von Mails
        RFC-1036 und son-of-1036:     Nachrichtenformat von News
        RFC-2045, 2046 2047 und 2049: MIME-Ergnzungen

        UUCP-FAQ  von  Ian  Taylor:          exakte  Beschreibung des  UUCP-
        Protokolls;                                     wird gelegentlich in
        comp.mail.uucp verf-                               fentlicht

        Ein fast vollstndiges RFC-Archiv finden Sie, falls sie ber einen
        Onlinezugang zum Internet verfgen, unter http://www.faqs.org/rfcs/.




        4.1   RFC-Daten, Packer und der Nachrichten-Konvertierer UUZ
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        - Aufbau von RFC-Nachrichten

        RFC-Nachrichten bestehen aus einem Nachrichtenkopf (Header), einer
        Leerzeile und dem Nachrichteninhalt (Body), haben also den gleichen
        prinzipiellen   Aufbau  wie  ZCONNECT-Nachrichten   (s.  CrossPoint-
        Handbuch, Kap. 7.1). Die einzelnen Zeilen sind normalerweise nur mit
        LFs (ASCII #10) getrennt, aber gelegentlich kann es  auch CR/LF (#13
        /#10) sein.

        Die Codierung von nationalen Sonderzeichen regeln die MIME-Standards
        (s.o.). Z.Zt. wird in Deutschland berwiegend der Zeichensatz
        ISO-8859-1 verwendet. In Zukunft wird dieser nach und nach durch den
        Universalzeichensatz ISO-10646 (Unicode) mit der Kodierung UTF-8
        abgelst werden. ISO-10646 wird aber von CrossPoint z.Zt. noch nicht
        untersttzt.

        Der Header besteht aus einer Liste von
        Bezeichner-Doppelpunkt-Whitespace-Inhalt-Kombinationen. Lange
        Headerzeilen knnen auf mehrere Zeilen aufgeteilt werden (sog.
        "folding"); in diesem Fall mssen alle Zeilen auer der ersten mit
        einem Whitespace (Leerzeichen oder Tab) beginnen. Der Empfnger mu
        sie wieder zu einer Zeile zusammensetzen. Eine Beschreibung der
        einzelnen Zeilen entnehmen Sie bitte den genannten RFCs (und dem
        son-of-1036).


        - Newspakete

        ffentliche Nachrichten werden zu sogenannten Newsbatches
        zusammengepackt.  Dazu  wird jeder Nachricht  die  Zeile  "#!  rnews
        nnnn", gefolgt  von  einem LF, vorangestellt, wobei statt  nnnn  die
        exakte
        Gre der Nachricht in Bytes einzusetzen ist. Bitte beachten Sie,
        da dabei auch CR-Zeichen im Gegensatz zu der Angabe in RFC 1036
        *mitgezhlt* werden. Ein Newsbatch besteht also aus einer Folge von
        rnews, Header, Body, rnews, Header, Body, ...

        Newsbatches werden  i.d.R.  mit compress,  gzip  oder bzip2 gepackt.
        Nach dem  Packen  wird dem  Ganzen  die  Zeile  "#!  cunbatch",  "#!
        gunbatch"  oder  "#!  bunbatch" (mglicherweise  auch zunbatch statt
        gunbatch - hier
        streiten sich  noch die  Gelehrten) vorangestellt, gefolgt von einem
        LF. Daran erkennt der Empfnger, welcher Entpacker  verwendet werden
        mu.

        Genaugenommen handelt es sich bei "#! rnews" etc. brigens um
        UNIX-Befehle,  die  von einer Shell abgearbeitet werden - daher  der
        Name "Newsbatches": Es handelt sich dabei tatschlich um eine Art
        Batchdateien.


        - Mailpakete

        Beim Mailtransport gibt es zwei Mglichkeiten: UUCP-Mail oder
        SMTP-Mail. Beide Methoden dienen dazu, zustzlich zu den Adressen im
        Header (To: = Empfnger und From: = Absender) die Envelope-Adressen
        zu bertragen (s. Kap. 3.1).

 |      Die Envelope-Adressierung bei UUCP-Mails ist geradezu grotesk. Der
 |      Envelope-Absender wird in eine zustzliche "From"-Zeile vor Beginn
 |      der Mail gesetzt. Dabei werden Username und Domain getrennt; der
 |      Envelope-Absender peter@xpoint.example.net sieht dann z.B. so aus:
 |
 |      From peter [Datum] remote from xpoint.example.net

        Der Envelope-Empfnger wird dagegen als Parameter eines
        rmail-Befehls in eine UUCP-X-Steuerdatei geschrieben (s.u.).

        Bei   SMTP-Mails   werden   mehrere   Mails   zu   einem   Mailbatch
        zusammengefat. Dabei wird jeder Mail der  Envelope in Form der zwei
        Zeilen MAIl FROM
        und RCPT TO vorangestellt. Eine gute Beschreibung dieses Verfahrens
        finden Sie in RFC 976.


        - UUCP: X- und D-Files

        Zu versendende Newsbatches, UUCP-Mails  und SMTP-Mailbatches  werden
        in Dateien  abgelegt,  die  mit einem "D" beginnen. Zu jeder D-Datei
        wird
        eine X-Datei generiert, in der steht, was mit der D-Datei gemacht
        werden soll. Jede Zeile in der X-Datei besteht aus einem Buchstaben,
        einem  Leerzeichen und  einem  Inhalt (genaugenommen  gibt  es  auch
        Zeilen  ohne Inhalt, aber die bentigen wir  nicht).  Der  Buchstabe
        gibt an,
        wie der Inhalt zu interpretieren ist; die einzelnen Zeilen sind  mit
        LF (ASCII #10) getrennt. Im folgenden will ich nur die Zeilentypen
        beschreiben, die fr XP relevant sind; eine genaue Beschreibung
        aller brigen Zeilen finden Sie im UUCP-FAQ.

        # - beliebige Kommentarzeile
        U - In dieser Zeile steht User- und ein Systemname des Users, der
            die Datei angeliefert hat.
        F - Name der D-Datei
        I - nochmal der Name der D-Datei
        C - auszufhrender Befehl

        Die C-Zeile in der X-Datei gibt an, was mit der D-Datei passieren
        soll. Es handelt sich dabei ursprnglich um den Namen eines
        Unix-Programms,  das mit  der  D-Datei als  Eingabe gestartet werden
        soll - XP verwendet dazu allerdings keine getrennten Programme. Das
        Kommando "rnews" bedeutet, da sich in der D-Datei ein Newspaket
        befindet. "rmail" steht fr eine einzelne Mail, "rsmtp" fr einen
        SMTP-Batch  aus mehreren  Mails. Bei gepackten SMTP-Batches  wird je
        nach  Packer "rcsmtp", "rgsmtp"  oder "rbsmtp" verwendet. Hinter dem
        Kommando  "rmail" wird  zustzlich der  Name  bzw. die  Adresse  des
        Empfngers
        der Mail angegeben (der Envelope-Empfnger - s. Kap. 3.1).

        Der in der F-Zeile angegebene Dateiname wird nach Konventionen des
        ursprnglichen Unix-Filesystems (max. 14 beliebige Zeichen) gebildet
        und  mu  von  DOS-UUCP-Systemen   in  einen   DOS-konformen   Namen
        umgewandelt  werden.  Der  Unix-Dateiname  besteht  aus  dem  Datei-
        Kennbuchstaben (D
        oder X), gefolgt von einem Punkt, dem auf 7 Zeichen gekrzten
        UUCP-Namen des  Absendesystems, einem Buchstaben  (dem "UUCP-Grade")
        und vier weiteren alphanumerischen Zeichen, bei denen zwischen Gro-
        und
        Kleinschreibung  unterschieden  wird.  XP  entfernt  den  Sitenamen,
        ersetzt den  Punkt durch  einen Bindestrich  und  hngt  als letztes
        Zeichen eine
        einstellige  Hexadezimalziffer  an,  in  der  die  Schreibweise  der
        letzten vier Zeichen des Original-Dateinamens codiert ist: Fr jedes
        grogeschriebene Zeichen wird ein Bit gesetzt. Das niederwertige Bit
        entspricht dabei dem ersten Zeichen. Sind alle vier Zeichen
        kleingeschrieben - was meistens der Fall ist - steht hier eine "0".


        - Der Nachrichtenkonvertierer uuz

        Alle eingehenden X- und D-Dateien werden vom uucico im
        SPOOL-Unterverzeichnis abgelegt. Als nchstes entpackt XP alle
        gepackten News- und SMTP-Batches, und konvertiert das Ganze
        anschlieend mit UUZ in einen ZCONNECT-Puffer:

          uuz.exe -uz spool\X*. puffer ownsite.domain

        (fr ownsite wird Ihr Systemname eingesetzt). Wie Sie sehen, gibt XP
        als Quelldateien nur die X-Dateien an. uuz liest dann aus den
        X-Dateien die Namen der passenden D-Dateien aus. uuz *kann* die
        D-Dateien auch direkt verarbeiten, allerdings wrden dabei eventuell
        vorhandene UUCP-Envelope-Empfnger verlorengehen.

        Sollte  also irgendwann  bei  einem Anruf  mal  etwas schiefgegangen
        sein, knnen Sie RFC-Daten auf diese Weise manuell konvertieren. UUZ
        erkennt auch, wenn ein Paket noch  gepackt  ist und ruft automatisch
        den passenden Entpacker auf. Sie sollten nur darauf achten, da die
        Entpacker im aktuellen Verzeichnis vorhanden sind - ansonsten knnte
        es passieren, da Sie sich pltzlich im Compress von PC-Tools o..
        wiederfinden.




        4.2   Der XP-uucico
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Der wichtigste Teil des XP-UUCP-Moduls neben dem
        Nachrichtenkonver-tierer uuz ist  uucico.exe. Es  handelt sich dabei
        um einen von Grund auf neuentwickelten uucico mit folgenden
        Leistungsmerkmalen:

        o  Protokolle g/G, f, z und e
        o  UUCP-g:  - Packet-Sizes 32 bis 4096
                    - Window-Sizes 3 bis 7
                    - variable Packet-Sizes whrend einer Verbindung
        o  Taylor-UUCP-kompatible "size negotiation"
        o  wahlweise FOSSIL- oder direkter Schnittstellenzugriff
        o  Untersttzung von IRQ 1-15

        uucico.exe untersttzt folgende, heutzutage als nahezu
        selbstverstndlich angesehene Leistungsmerkmale *nicht*:

        o  Protokoll i (bidirektionale bertragung)
        o  Poll ber IP

        Die Aufrufsyntax ist

            uucico <Config-Datei> <UUCP-Command-Datei>

        Der uucico mu *nach* dem Login und nach dem Erkennen des Strings
        ^PShere gestartet werden; nach dem Programmende mu die Verbindung
        getrennt werden. Bei der UUCP-Command-Datei handelt es sich um eine
        Datei im blichen UUCP-Format, allerdings mit CR/LF-Zeilentrennungen
        - so, wie sie von UUZ erzeugt wird.

        Die Config-Datei wird von XP unter dem Namen uucico.cfg im
        XP-Verzeichnis  abgelegt,  aber es darf auch  eine beliebige  andere
        Datei in einem anderen Verzeichnis sein. Wie alle XP-Config-Dateien,
        besteht sie  aus einer Liste von Bezeichner/Wert-Paaren, die jeweils
        mit einem Gleichheitszeichen getrennt sind.

        Die folgenden Angaben sind obligatorisch:

          Server       Sitename des angerufenen Systems
          Node         eigener Sitename
          PortNr       Schnittstellen-Nr
          PortAdr      hex. Schnittstellen-Adresse (entfllt bei FOSSIL)
          IRQ          IRQ-Nummer (entfllt bei FOSSIL)
          Baud         Baudrate

        Folgende Angaben sind optional:

          UseRTS          RTS bei Plattenzugriffen abschalten
          TriggerLevel    FIFO-Triggerlevel (nicht bei FOSSIL)
          Language        Sprachkennung, Default D: es mu eine passende
                          Sprachdatei vorhanden sein, z.B. Sprachkennung D
                          -> xpuu-d.res
          Debug           Y/N, Default N: Debug-Mode aktivieren (wie xp/d)
          DebugWindow     Koordinatinaten des Fensters, in dem im Debug-Mode
                          die Ausgabe erfolgen soll (X1 X2 Y1 Y2, Default 0)
          Colors          Default $70 $7F $7E (Farbe) /$07 $0F $0F (mono):
                          Hintergrundfarbe, Textfarbe und Statuszeilenfarbe
                          des bertragungsfensters
          MaxWinSize      Default 7: max. Windowsize bei UUCP-g
          MaxPacketSize   Default 64: max. Paketgre bei UUCP-g
          VarPacketSize   Y/N, Default N: Ausgangspaketgre darf variieren
          ForcePacketSize Y/N, Default N: Ausgangspaketgre auf MaxPacket-
                          size festnageln
          Protocols       Default gfe: mgliche Protokolle, bestes zuerst
          SizeNegotiation Y/N, Default N: Taylor UUCP size negotiation.
                          Setzt voraus, da auch in der UUCP-C-Datei ent-
                          sprechende Informationen enthalten sind.
          FilereqPath     Default files\: Pfad fr eingehende nicht-Nach-
                          richten-Pakete
          C-File          Name der UUCP-C-Datei; wenn angegeben, kann der
                          zweite Parameter beim uucico-Aufruf entfallen
          UUlogfile       Logfile-Name
          FOSSIL          Y/N, Default N: FOSSIL-Treiber verwenden, falls
                          vorhanden
          IgnoreCD        Y/N, Default N: CD-Signal ignorieren
          IgnoreCTS       Y/N, Default N: CTS-Signal ignorieren

        Die Namen der zu sendenden Nachrichtenpakete und sonstigen Dateien
        mssen sich in der C-Datei befinden; die Nachrichtenpakete mssen
        alle im spool-Unterverzeichnis abgelegt sein. IgnoreCD und IgnoreCTS
        sollten nur in Ausnahmefllen verwendet werden; von der Verwendung
        bei Modemverbindungen ist grundstzlich abzuraten.

        Abgebrochene, empfangene Nachrichtenpakete  erhalten  als  Extension
        .001 oder  eine entsprechend hhere Nummer,  falls Palete  mit  .001
        oder den
        folgenden Zahlen bereits vorhanden sind.




        4.3   Dateilisten-Konvertierprogramme
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        Dieses Kapitel knpft an Kap. 3.4 an. Es soll dabei helfen, eigene
        Dateilisten-Konvertierprogramme zu schreiben.

        CrossPoint untersttzt grundstzlich zwei Typen von
        UUCP-Dateilisten. Beim  ersten Typ  befindet sich  zu  Beginn  jeder
        Zeile der komplette  Pfad+Dateiname der einzelnen Dateien,  optional
        gefolgt
        von  einem  oder  mehreren  Leerzeichen  oder  Tabs  und  beliebigen
        weiteren Daten. Beispiel:

        /pub/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/CYBER/noscheme.add
        /pub/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/CYBER/nosve.ch
        /pub/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/CYBER/nosve.com
        /pub/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/CYBER/nosve.doc
        /pub/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/CYBER/nosvebind.cyb

        /pub/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/PRIME/primos.ch
        /pub/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/PRIME/primos.cpl

        /pub/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/VMS/tiny.dmp
        /pub/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/VMS/tiny.tex
        /pub/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/VMS/vms.ch

        Statt der absoluten Pfade mit beginnendem / drfen es auch relative
        Pfade mit beginnendem ~/ oder beliebige andere, gltige Pfadangaben
        sein. Leerzeilen, Kommentarzeilen oder sonstige Zeilen stren
        prinzipiell  nicht;  das  Program  wird  Sie  aber  auch nicht daran
        hindern,  solche   Zeilen   als  Datei  zu  bestellen   (auer   bei
        Leerzeilen).


        Das zweite - meist bersichtlichere - Dateilistenformat besteht aus
        Blcken fr die einzelnen Verzeichnisse. Jedem Block mu eine
        Zeile vorangestellt sein, die aus dem Schlsselwort "Directory "
        (das Leerzeichen gehrt dazu!) und dem Verzeichnisnamen besteht. Der
        Verzeichnisname kann alleine dort stehen oder in Anfhrungszeichen
        eingeschlossen sein. Am Ende kann ein Slash (/) oder ein Doppelpunkt
        angehngt sein, der von XP ignoriert wird. Beispiel:

        Directory /public/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/CYBER:

        noscheme.add           -r--r--r--   1 uucp         3521 Apr 24 21:10
        nosve.ch               -r--r--r--   1 uucp         5803 Apr 24 21:10
        nosve.com              -r--r--r--   1 uucp         1224 Apr 24 21:10
        nosve.doc              -r--r--r--   1 uucp         2953 Apr 24 21:10
        nosvebind.cyb          -r--r--r--   1 uucp        49368 Apr 24 21:11

        Directory /public/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/PRIME:

        primos.ch              -r--r--r--   1 uucp         9594 Apr 24 21:11
        primos.cpl             -r--r--r--   1 uucp          767 Apr 24 21:11

        Directory /public/TeX/unix-tex/DVIware/lpr-viewers/crudetype/VMS:

        tiny.dmp               -r--r--r--   1 uucp         3543 Apr 24 21:11
        tiny.tex               -r--r--r--   1 uucp           44 Apr 24 21:11
        vms.ch                 -r--r--r--   1 uucp         4214 Apr 24 21:11

        Auch hier gilt, da beliebige andere Zeilen ignoriert werden. Die
        Lnge der Zeilen ist brigens beliebig; bei mehr als 80 Zeichen
        kann innerhalb des XP-Listers nach rechts und links geblttert
        werden.




        4.4   Definition eigener RFC-Headerzeilen
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        CrossPoint sorgt in jedem Fall dafr, da alle ausgehenden
        Nachrichten korrektes RFC-Format haben und alle notwendigen
        Headerzeilen enthalten. In einzelnen Fllen kann es jedoch sinnvoll
        sein, zustzliche Zeilen selbst zu definieren.

        ACHTUNG: Sie sollten nur dann eigene Header erzeugen, wenn Sie ganz
        genau wissen, was Sie tun! CrossPoint kann den Inhalt solcher Header
        nicht vollstndig auf Korrektheit berprfen. Es ist daher
        mglich, da fehlerhafte Nachrichten erzeugt werden.

        Wenn Sie eigene RFC-Headerzeilen in privaten Nachrichten erzeugen
        mchten, legen Sie dazu im XP-Verzeichnis eine Datei mit dem Namen
        mail.rfc an, die die gewnschten Zeilen enthlt. Der
        Nachrichtenkonvertierer uuz kopiert den Inhalt dieser Datei dann in
        den  Header aller  ausgehenden  Nachrichten.  Eventuelle  Leerzeilen
        werden  ignoriert. Fr  ffentliche  Nachrichten  erreichen  Sie das
        gleiche
        mit der Datei news.rfc. Zeilen, die in allen Nachrichten eingefgt
        werden sollen, mssen in mail.rfc und news.rfc stehen.



        Anhang
        ====================================================================



        A.  Dateien des CrossPoint-UUCP-Moduls
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        uucp.txt           das lesen Sie gerade
        uucico.exe         uucico-Programm (s. Kap. 4.2)
        xpuu-d.res         deutsche Sprachdatei fr uucico
 |      xpuu-e.res         englische Sprachdatei fr uucico
        uuz.exe            Nachrichtenkonvertierer (s. Kap. 4.1)
 |      compress.exe       Packer/Entpacker
 |      freeze.exe         veralteter Packer/Entpacker
        gzip.exe           GNU ZIP - Packer/Entpacker
 |      bzip2.exe          Packer/Entpacker
 |      gpl.txt            GNU General Public License (gzip und bzip2)
        tar.exe            Unix-kompatibles Archivprogramm
        uucp-fl1.exe       UUCP-Dateilisten-Konvertierer
 |      beispiel/uucp.scr  Standard-UUCP-Loginscript



        B.  Glossar
        ~~~~~~~~~~~

        Account       Benutzerkennung;  Postfach   bei  einer  Mailbox,  auf
                      einem Unix-Rechner o..

        Artikel       ffentliche Nachricht

        Bang(-Pfad)   Nachrichtenroute in der Form "System1!System2!..."

        BCC           Blind  Carbon  Copy  -  Kopie   einer   Nachricht   an
                      weitere Empfnger, die fr den Originalempfnger nicht
                      erkennbar ist 

        Body          "Benutzerteil"  einer  Nachricht,  im   Gegensatz  zum
                      ^Header 

        Bounce        Zurcksenden einer unzustellbaren Nachricht

        Cancel-       Lschnachricht zum nachtrglichen Lschen einer ver-
        Message       schickten Nachricht

        CC            Carbon  Copy  -   Kopie  einer  Nachricht  an  weitere
                      Empfnger 

        CfV           Call  for Vote  - Aufruf zur  Abstimmung, insbesondere
                      zur Einrichtung einer neuen ^Newsgroup im ^Usenet

        Client        Ein System  oder Programm das  bestimmte Dienste eines
                      ^Servers in  Anspruch nimmt.  CrossPoint ist ein Mail-
                      und Newsclient. 

        Crossposting  ffentliche  Nachricht  in  mehreren ^Newsgroups,  die
                      physikalisch nur einmal bertragen wird

        Domain        rechter Teil  einer  Internet-Adresse  (s.  Kap. 1.2);
                      auch: organisatorischer Zusammenschlu einer Menge von
                      Usenet-Sites, die eine bestimmte Adredomain verwenden

        Expire        Haltezeitberschreitung  von  Nachrichten  /  Programm
                      zum  Lschen  von   Nachrichten,   die  die  Haltezeit
                      berschritten haben 

        FAQ           Frequently  Asked  Questions  -  eine   Sammlung   von
                      hufig gestellten Fragen und Antworten darauf zu einem
                      bestimmten Thema.  Im Usenet finden Sie FAQs  zu allen
                      Themen in der Gruppe news.answers. 

        Followup      ffentliche  Antwort  auf eine  ffentliche  Nachricht

        Forum         andere Bezeichnung fr ^Newsgroup

        FTP           File Transfer  Protocol =  Dateibertragungsprotokoll,
                      das zum Dateitransfer im ^Internet eingesetzt wird

        GABELN        Sammelbezeichnung   fr   Gruppen,   Areas,   Bretter,
                      Echos, Listen, Newsgroups.

        Gateway       bergang zwischen zwei Netzen

        Header        der  Teil  einer  Nachricht,  der  Steuerinformationen
                      enthlt 

        Host          Rechner,  insbesondere im ^Internet, der  irgendwelche
                      Dienste zur Verfgung stellt

        IN            Individual   Network   e.V.   -   Zusammenschlu   von
                      Privatpersonen  in  Deutschland,  der Mail-, News- und
                      Internetanbindung  ermglicht.  Wurde  am  13.Mai 2000
                      aufgeloest. 

        Internet      schnelles,              weltweites             Online-
                      Standleitungsnetz 

        IRC           Internet Relay  Chat  - weltweites Chatsystem  (System
                      zur Online-Textkommunikation per DF) im Internet

        ISO           International     Standardisation    Organisation    -
                      internationales Normungsgremium.  Speziell: ISO-8859-1
                      =   noch  im   (west-)europischen  Internet  blicher
                      Zeichensatz.       ISO-10646        (Unicode)        =
                      Universalzeichensatz,  der  in  Zukunft ISO-8859-1 und
                      die  vielen   auerhalb   (West-)Europas  eingesetzten
                      Zeichenstze ablsen wird.

        Mail          (Gesamtheit der) private(n) Nachricht(en)

        Mailing-Liste Nachrichtenverteiler  fr ein  bestimmtes Thema; quasi
                      eine Newsgroup, die per Mail abgewickelt wird

        MUA           Mail User Agent - Programm zum Lesen und Schreiben von
                      Mails 

        MIME          Multipurpose  Internet  Mail  Extensions  =  Internet-
                      Standard   zur    bertragung   von   binren   Daten,
                      internationalen   Sonderzeichen,  groen  Dateien  und
                      Multimedia-Daten

        News          (Gesamtheit     der)    ffentliche(n)     Nachrichten

        Newsreader    Programm  zum  Lesen/Schreiben von ^News, gelegentlich
                      auch analog zu ^MUA NUA (News User Agent) genannt.

        Newsgroup     Brett/^Forum,    in    dem   ffentliche   Nachrichten
                      ausgetauscht werden

        NNTP          Programm/Verfahren   zur  bertragung  von  ^News   im
                      ^Internet 

        PGP           Pretty  Good   Privacy  -  Programm  zur  Nachrichten-
                      Verschlsselung           mit            asymetrischen
                      Nachrichtenschlsseln.

        Posting       (Versenden     einer)     ffentliche(n)     Nachricht

        Postmaster    Ansprechpartner  einer Usenet-Site  bzw.  einer Domain
                      fr Adressierungsprobleme.

        PPP           Point  to Point  Protocol -  Verfahren  zur  Teilnahme
                      am Internet per Modem oder ISDN

        Realname      der  Name  im  wirklichen  Leben -  im  Gegensatz  zum
                      "Username" 

        Rekursion     ^Rekursion

        RFC           Request  for  Comments  -   Eine  Internet-Dokumenten-
                      Reihe,   in   denen    auch   die   Internet-Standard-
                      Spezifikationen enthalten sind (es gibt bis jetzt  ca.
                      3000 davon)

        RfD           Request   for  Discussion  -  Aufruf  zur  Diskussion,
                      insbesondere zur Einrichtung einer neuen ^Newsgroup im
                      ^Usenet

        Routing       Nachrichtentransport ber bestimmte Wege

        Sendmail      kompliziertes Unix-Programm zum ^Routing von ^Mail

        Server        ein   System    das   anderen    Systemen    bestimmte
                      Dienste bereitstellt (z.B. Mail, News, HTTP, FTP).

        Site          System/Knoten/"Point" im ^Usenet

        SMTP          Simple Mail Transfer Protocol - Programm/Verfahren zur
                      bertragung von ^Mail im ^Internet

        Spam          Sammelbezeichnung fr Artikel  die  Werbung  enthalten
                      oder  in  unverhltnismig  viele  Gruppen   geposted
                      wurden.

        Spooling      Bereitstellen versandfertiger  Nachrichten/Dateien  in
                      einem bestimmten Festplattenverzeichnis

        Subject       Betreff einer Nachricht

        Summary       Zusammenfassung einer Nachricht

        Traffic       Nachrichtenaufkommen

        UBE           Unsolicited  Bulk  Email   -  Unverlangt  zugeschickte
                      Massensendung 

        UCE           Unsolicited Commercial Email - Unverlangt zugeschickte
                      Werbesendung 

        Usenet        Menge aller Systeme, die ^News austauschen

        uucico        Programm zur UUCP-Nachrichtenbertragung

        UUCP          Nachrichten-Transportverfahren      und      -programm

        UUencode      veraltetes Verfahren und Unix-Programm, mit dem binre
                      Dateien im  ASCII-Format codiert werden knnen, um sie
                      per Mail zu bertragen. Inzwischen durch MIME ersetzt.




        C.  CrossPoint/UUCP - Versionsgeschichte
        ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

        2.15 beta  (03.08.93)
        o  erste freigegebene Betaversion

        2.92 beta  (06.11.93)
        o  Sysop-Mode
        o  diverse Bugfixes

        2.93 beta  (13.12.93)
        o  Relogin-Netcalls (nderung in UUCP.SCR beachten!)
        o  optional Absender User@Server.domain (Edit/Boxen/Edit/RFC|UUCP)
        o  UUCP-Transfer kann mit <Esc> abgebrochen werden
        o  Schalter fr 7/e/1 bei Edit/Boxen/Edit/Point
        o  UUZ fngt zustzliche MIME-Fehler ab
        Bugfixes
        o  Absturz bei RING o.. whrend des Einsortierens von Nachrichten
           beseitigt

        3.0  (22.03.94)
        o  Auswertung von Cancel-Nachrichten ist nicht mehr optional
        Bugfixes
        o  UUCP-g stabilisiert
        o  Doppelte bertragung bei Verbindungsabbrchen beseitigt
        o  Fehler im FOSSIL-Handling beseitigt; ISDN ber cFos funktioniert
           jetzt
        o  changesys-Problem beseitigt

        3.02  (21.04.94)
        o  References und Newsgroups werden von UUZ nicht mehr gekrzt
        o  UUCP-g-Sendevorgang optimiert und stabilisiert
        o  Fehler im SMTP-Decoder (MIME-Binrnachrichten) behoben

        * = nderung, + = Neues Feature, ! = Bugfix, # = interne nderung

        3.02f  (01.05.95)
        !  diverse Fehler im Nachrichtenkonvertierer UUZ behoben, insbeson-
           dere bei der Verarbeigung von MIME-Daten

        3.1  (24.09.95)
        +  Sonderzeichen in Headerzeilen werden optional MIME-codiert
           (s. /Config/Optionen/Netze/Verschiedenes)
        #  7-Bit-Mails werden korrekt gekennzeichnet
           Brettmanager (s. Kap. 2.3):
        +     Untersttzung fr GUP, AutoSys und Feeder
        +     Brettmanager "postmaster" erzeugt Mails an Postmaster
        +     Typ getrennt vom Namen einstellbar
        !  Adrekonvertierung (Klammerprioritt) korrigiert
        +  Definition eigener RFC-Headerzeilen (s. Kap. 4.4)

        3.1b  (29.10.95)
        !  Headerzeile X-XP_F wird gefiltert
        !  Fehler bei MIME-Decodierung langer Betreffs behoben

        3.11  (09.04.96)
        !  GUP-Befehl "exclude" durch "delete" ersetzt
        *  durch Control-Messages werden keine neuen Bretter mehr angelegt
        !  UUCICO: Korrektur bei Restzeitanzeige
        !  Anzeige der Distribution im Nachrichtenkopf

        3.11 pl1  (Patch vom 12.05.96)
        !  UUZ: Ausstieg bei fehlerhafter Newsgroup-Zeile behoben

        3.11 pl2  (Patch vom 12.06.96)
        !  UUZ: Korrektur bei der Konvertierung von UUCP-Envelopes
        !  UUZ: Korrektur bei der Konvertierung von SMTP-Batches

        UUZ 3.11e  (Bugfix vom 22.12.96)
        !  UUZ: falsche Mailer-Zeile bei Realname > 40 Zeichen korrigiert
        !  UUZ: Quoted-Printable-Decodierfehler behoben
        !  UUZ: Fehler bei MIME-Parameterauswertung behoben

        3.12  (12.12.99)
        !  Pentium-II-Fix
        !  Hervorhebung von Replies auf eigene Nachrichten bei grogeschrie-
           bener Domain
        !  UUCP-Filerequest: Fehler beim Umbenennen von Dateien behoben
        !  korrekte Behandlung von References in Mails

        3.2
        +  X-No-Archive wird jetzt in beide Richtungen korrekt konvertiert
        +  PGP jetzt auch bei UUCP/RFC mglich
        *  Realnamelnge auf 70 erweitert
        *  Newsgruppen-Namen werden nicht mehr automatisch in 
        Kleinschreibung  umgewandelt, um Problemen mit  nicht  RFC-konformen
           Newsservern aus dem Weg zu gehen
        !  Auch wenn ein Leerzeichen auf ?= folgt, wird richtig konvertiert
        !  viele Bugfixes in UUZ.EXE
        +  News knnen jetzt das Flag X-Priority bekommen
        *  Kurznamen jetzt auch hier benutzbar:
             Sendefenster Zusatz/PM-Antworten_An
             Edit/Boxen/RFC/UUCP/Vertreter
        +  FQDN auch bei UUCP-Boxen mglich

